"Wäre gerne mal schwul gewesen"Manfred Krug lässt tief blicken
Er hat mit seinen 75 Jahren vermutlich mehr erlebt als die meisten Menschen - und doch hat Manfred Krug das Gefühl, manches verpasst zu haben. Der Schauspieler "wäre zum Beispiel auch gerne mal schwul gewesen".
Er hat mit seinen 75 Jahren vermutlich mehr erlebt als die meisten Menschen - und doch hat Schauspiel-Rentner Manfred Krug das Gefühl, manches verpasst zu haben. "Ich bin ganz sicher, ich habe viel versäumt, von dem ich damals gar nicht wusste, dass es Versäumnisse sind. Ich wäre zum Beispiel auch gerne mal schwul gewesen", sagte Krug in einem zu seinem Geburtstag veröffentlichten Interview der "Lübecker Nachrichten". Diesen wollte er demnach eher bescheiden feiern. "Am liebsten ist mir, es kommen die 20 engsten Freunde. Wir essen einen Happen, trinken 'nen Schluck und quatschen 'ne Runde."
Der zu den beliebtesten deutschen Schauspielern zählende Krug war 2001 beim ARD-"Tatort" als Kommissar ausgestiegen und hat seitdem keine Engagements mehr als Schauspieler angenommen. Seither probiere er andere Dinge aus. "Ich genieße es sehr, etwas Unvollkommenes zu machen. Malen etwa", sagte Krug. Dabei lasse er sich aber nicht von irgendeinem Künstler beeinflussen. "Da ich nicht malen kann, kann ich mich auch nicht beeinflussen lassen. Ich male zum Beispiel Einsen. Vermutlich ist es eine frühkindliche Sache, weil davon zu wenig auf meinen Zeugnissen waren."