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Seine Gesundheit macht Sorgen: Lemmy Kilmister (bei einem Motörhead-Auftritt bei Rock am Ring am 7. Juni 2015).
Seine Gesundheit macht Sorgen: Lemmy Kilmister (bei einem Motörhead-Auftritt bei Rock am Ring am 7. Juni 2015).(Foto: imago/Manngold)
Freitag, 28. August 2015

Lemmy bekommt keine Luft: Motörhead brechen Konzert ab

Vor Kurzem machen Meldungen die Runde, Lemmy Kilmister habe dem Whiskey abgeschworen - zugunsten von Wodka. Seiner angeschlagenen Gesundheit hilft das aber offenbar nicht. Einen Auftritt in Salt Lake City steht der Motörhead-Sänger nicht durch.

Ende des Jahres feiert Lemmy Kilmister seinen 70. Geburtstag. Und angesichts seines Lebenswandels ist es fast schon ein Wunder, dass der Motörhead-Frontmann immer noch auf zwei Beinen steht. Allerdings fordert der massive Alkohol- und Zigaretten-Konsum, dem sich der Rocker jahrelang hingegeben hat, seit geraumer Zeit seinen Tribut. 2013 bekam Kilmister einen Defibrillator eingesetzt. Zahlreiche Konzerte mussten abgesagt werden. Und auch beim Wacken Open Air 2013 musste der Sänger nach nur sechs Songs den Auftritt abbrechen.

Ganz ähnlich erging es ihm - nach gerade mal vier Liedern - nun im US-amerikanischen Salt Lake City. Wie das Internetportal "Blabbermouth.net" berichtet, beklagte sich Kilmister auf der Bühne über Atemprobleme. Auch von starken Rückenschmerzen habe er gesprochen, erfuhr die Webseite von Konzertbesuchern.

"Die Luft ist einfach zu dünn"

Motörhead posteten später eine Erklärung auf ihrer Facebook-Seite: "Die Leute sind toll, aber die Luft ist einfach zu dünn. Die Höhenlage macht das Atmen schwer - das ist, was Lemmy heute Abend in Salt Lake City passiert ist. Er ist wegen des Konzertabbruchs sehr betrübt, aber er hatte bei dieser Höhe einige Probleme damit, richtig zu atmen. Lemmy weiß die Sorgen, die sich alle machen, zu schätzen." Salt Lake City ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Utah. Sie liegt knapp 1300 Meter über dem Meeresspiegel.

Das nächste, am Freitagabend geplante Motörhead-Konzert, stand nicht gerade unter einem besseren Stern. Denn mit rund 1600 Metern liegt der Auftrittsort Denver sogar noch etwas höher als Salt Lake City. Dennoch wurde die Show zunächst nicht abgesagt.

Ohne Reue

Trotz seiner gesundheitlichen Probleme würde Kilmister auch heute nichts anders machen. "Ich bereue nichts", sagte er vor Kurzem dem Magazin "Classic Rock". "Das wäre sinnlos. Es ist zu spät, etwas zu bereuen. Man kann es nicht ungeschehen machen, nicht wahr? Man hat sein Leben gelebt", so der 69-Jährige. Der Zeitschrift "Kerrang!" sagte er unterdessen, er habe keine Angst vor dem Tod. "Ich hatte ein gutes Leben, einen guten Lauf. Ich mache immer noch, was ich immer gemacht habe. Ich bin mir sicher, ich sterbe auf Tour, auf die eine oder andere Art."

Der Konzertabbruch in Salt Like City ereignete sich zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Just am Freitag erschien das neue Motörhead-Album "Bad Magic".

Quelle: n-tv.de

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