Sonntag, 29. November 2009
Villa mit Überwachungssystem: Polanski steht vor Hausarrest
In seinem Chalet in Gstaad könnte Roman Polanski bald seinen Hausarrest antreten. Handwerker installieren in der Villa ein elektronisches Überwachungssystem.In der Schweiz laufen die Vorbereitungen für eine baldige Haftentlassung des Starregisseurs Roman Polanski. Wie die Schweizer "Sonntagszeitung" berichtete, begannen Handwerker am Wochenende im Ferienhaus Polanskis in Gstaad, in dem dieser seinen Hausarrest antreten soll, mit der Installation eines elektronischen Überwachungssystems. Polanski wird eine elektronische Fußfessel tragen müssen; das System soll Alarm schlagen, sobald er sich zu weit von seiner Villa in dem Schweizer Nobel-Skiort entfernt. Der Regisseur könnte am 30. November aus dem Bezirksgefängnis Winterthur entlassen werden.
Der Sprecher des Schweizer Justizministeriums, Folco Galli, sagte der Zeitung, Polanski könne in seiner Villa nach Belieben Gäste empfangen. Auch dürfe er jederzeit telefonieren und Emails schreiben. Das 1800 Quadratmeter große Grundstück, auf dem seine Chalet "Milky Way" steht, dürfe er aber nicht verlassen.
Die Schweizer Polizei hatte den Filmemacher Ende September aufgrund eines US-Haftbefehls festgenommen, als er zu einem Filmfest nach Zürich reisen wollte. Grund ist ein 32 Jahre zurückliegendes Sexualdelikt. Das Justizministerium akzeptierte am 26. November eine Gerichtsentscheidung, wonach der 76-Jährige seine mögliche Auslieferung in die USA in seiner Schweizer Villa abwarten darf. Er muss eine Kaution in Höhe von knapp drei Millionen Euro hinterlegen und seine Papiere abgeben.
AFP
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