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Als Präsident und First Lady Österreichs möchten sich Richard und Cathy Lugner sehen.
Als Präsident und First Lady Österreichs möchten sich Richard und Cathy Lugner sehen.(Foto: dpa)

"Baumeister aus dem Volk": Richard Lugner kandidiert als Präsident

Richard "Mörtel" Lugner will mit seinen 83 Jahren noch einmal beruflich umschulen. Der Bauunternehmer stellt sich als Kandidat für die Wahl zum österreichischen Bundespräsident zur Verfügung. Dabei setzt er vor allem auf Ehefrau Cathy.

Bauunternehmer Richard "Mörtel" Lugner und seine Ehefrau Cathy planen die nächste Stufe auf ihrer Karriereleiter. In einem zwölfminütigen Video haben sich der 83-Jährige und seine 26 Jahre junge Frau als neues Präsidentenpaar in Österreich empfohlen. Sie wollen gemeinsam bei der Wahl zum Bundespräsidenten am 24. April kandidieren. Helfen soll hierbei der enorme Bekanntheitsgrad der Lugners in Österreich, erklärt Cathy. Mit einem Durchschnittsalter von 54 Jahren setze sich das Paar zudem von den älteren Mitbewerbern ab, die "weit weg von der Realität des kleinen Mannes" seien.

Im Gegensatz zu ihrem Mann, der den Wählerkreis der Senioren abdecke, sei Frau Lugner mit ihren 26 Jahren "die Projektionsfigur der Generation Y". Sie wolle den Wahlkampf ihres Mannes in den sozialen Medien begleiten und damit die jüngeren Wähler ansprechen. Die junge Deutsche aus Trier hat laut eigenen Angaben den österreichischen Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) zum Vorbild, da er ebenso "alt und attraktiv" wie die gelernte Krankenschwester sei. Zum Start seiner politischen Karriere sei er wegen seines Alters noch belächelt worden, nun aber der beliebteste Politiker der Alpenrepublik, erklärt das Playmate.

Zusammen mit ihrem jung gebliebenen Mann, "der wie unter 60 ausschaut", werde sie als medienerfahrene Frau mit einem "bunten, glamourösen und beinharten Wahlkampf" gerade die Nichtwähler überzeugen, kündigte Cathy Lugner an. Sie decke "die Träume und Visionen der 20- bis 40-Jährigen ab" und wolle die jüngste First-Lady Österreichs werden. Zum Ende ihrer Wahlkampfrede bedient sich die junge Frau sowohl Barack Obamas Floskel "Yes we can" als auch Angela Merkels "Wir schaffen das".

Cathy Lugner als Bettina Wulff

Lugner selbst beschreibt sich als "Baumeister aus dem Volk". Als Medienprofi und Schauspieler bringe er wesentliche Voraussetzung für das höchste Amt im Staate mit, meint der 83-Jährige und posiert vor einer Europa- und einer Österreichfahne. Sein Vorbild sei unter anderem der ehemalige US-Präsident und Schauspieler Ronald Reagan, erklärt er. "Lugner for president" sei nun die Losung.

Im Gegensatz zu seinen politischen Konkurrenten sei der parteilose Lugner als Bauunternehmer ein Mann des Volkes, erklärt er. "Daher bin ich authentisch", so der Millionär. Mit Cathy an seiner Seite rechnet sich der 83-Jährige gute Chancen bei der Wahl aus: "Machen wir uns nichts vor: In Wahrheit beneiden mich die Menschen um meine junge, schöne, intelligente Frau", erklärt Lugner und vergleicht seine Frau mit Bettina Wulff.

Sollte er gewählt werden, möchte Lugner im kommenden Jahr von US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zum Wiener Opernball begleitet werden. Ihr Ehemann Bill Clinton könne dann Frau Lugner begleiten, denn der Baumagnat ist sich sicher, dass der "Frauenkenner Clinton an meiner Cathy Gefallen findet". Eines seiner Hauptanliegen sei es aber, die Tradition der Militärkapellen in Österreich zu erhalten.

Das Video sei allerdings noch keine offizielle Kandidatur, sagte Lugner. Er werde in einer Umfrage seine Chancen ausloten lassen und sich dann entscheiden. Lugner hatte 1998 erstmals für das Amt zum Staatsoberhaupt kandidiert und fast zehn Prozent der Stimmen bekommen.

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Quelle: n-tv.de

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