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Man muss seinen Wert kennen, findet Taylor Swift und lässt ihre Songs von der Streamingplattform Spotify entfernen.
Man muss seinen Wert kennen, findet Taylor Swift und lässt ihre Songs von der Streamingplattform Spotify entfernen.(Foto: imago/UPI Photo)

Abfuhr für Spotify: Taylor Swift macht Schluss

Taylor Swifts neue Platte bricht alle Rekorde, unter den Musikfrauen verdient sie die dickste Kohle. Warum? Weil viele Leute die Songs der 24-Jährigen hören wollen - gern auch über die Streamingplattform Spotify. Das geht nun allerdings nicht mehr.

Sängerin Taylor Swift hat Freunde des gepflegten Pop in eine eigentümliche Situation gebracht: Alle scheinen ihr neues Album "1989" zu hören, in den USA liegt die Platte auf Rekordkurs für erste Verkaufswochen im Jahr 2014, in Deutschland hat sie es immerhin auf Rang vier der Charts gebracht und ein Gros der Musikinteressierten scheint Spotify zu nutzen - nur auf Spotify ist Taylor Swift nicht mehr zu hören. Denn die Plattenfirma des Stars hat dort sämtliche Alben Swifts offline nehmen lassen, wie die Webseite "billboard" berichtet.

Das scheint ein gewagter Schritt. Der einzige bei Spotify verfügbare Song von Swifts neuer Platte, "Shake It Off", war zuletzt angeblich der weltweit meistgestreamte Track auf der Plattform. Damit ist nun Schluss. "1989" war bei dem Musikstreaming-Dienst aber ohnehin noch nicht zu hören gewesen.

Allerdings scheint Swifts Rückzug auch Spotify Sorgen zu machen. In einem Blogpost schmeichelt das Unternehmen der Sängerin in Anlehnung an einen von ihren Songs: "Taylor, wir waren beide jung, als wir uns zum ersten Mal sahen. Aber jetzt gibt es mehr als 40 Millionen von uns, die wollen, dass du bleibst, bleibst, bleibst. Es ist eine Liebesgeschichte Baby, sag ja!" Außerdem kreierte das Unternehmen lustige Playlist-Botschaften.

Als Liebesgeschichte dürfte die 24-jährige Swift den bisherigen Deal mit Spotify allerdings nicht gesehen haben. In einem Artikel für das "Wall Street Journal" äußerte sie im Juli Sorge darüber, dass Musiker ihre Songs quasi an die Streamingdienste "verschenken": "Meine Hoffnung für die Zukunft, nicht nur für die Musikindustrie, sondern für jedes junge Mädchen, das ich treffe ist, dass sie ihren eigenen Wert realisieren." Auch andere Musiker wie Radiohead-Mastermind Thom Yorke hatten in der Vergangenheit harsche Kritik an der Bezahlung der Künstler durch Spotify geäußert.

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Quelle: n-tv.de

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