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Hollywood im Globes-Fieber: Waltz und Haneke sahnen ab

Überraschung bei den Golden Globes: Ben Afflecks "Argo" stellt Steven Spielbergs "Lincoln" in den Schatten. Die Österreicher Christoph Waltz und Michael Haneke gewinnen weitere Globe-Preise. Die Ballkönigin aber ist Jodie Foster. Sie nutzt den Abend für ein öffentliches Outing.

Ben Afflecks Politthriller "Argo" gewinnt den Hauptpreis.
Ben Afflecks Politthriller "Argo" gewinnt den Hauptpreis.(Foto: AP)

US-Regisseur und Schauspieler Ben Affleck hat mit seinem Politthriller "Argo" den Globe-Hauptpreis für das beste Filmdrama gewonnen. Der Film setzte sich gegen "Django Unchained", "Life of Pi", "Lincoln" und "Zero Dark Thirty" durch. Affleck wurde auch zum besten Regisseur gekürt. "Argo" handelt von einer aberwitzigen aber wahren CIA-Befreiungsaktion von US-Geiseln im Iran. Großer Favorit des Abends war Steven Spielbergs Historiendrama "Lincoln" mit sieben Nominierungen gewesen. Doch bei der Preisgala in der Nacht gab es nur eine Goldene Weltkugel für "Lincoln"-Darsteller Daniel Day-Lewis.

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Der Österreicher Michael Haneke wurde mit seinem Altersdrama "Liebe" mit dem Globe in der Sparte "Fremdsprachiger Film" ausgezeichnet. Sein Landsmann Christoph Waltz wurde mit der Goldenen Weltkugel für seine Nebenrolle in "Django Unchained" geehrt. "Lasst mich erst mal Luft schnappen", sagte der Schauspieler sichtlich überrascht beim Empfang der Trophäe. 2010 hatte der gebürtige Wiener seinen ersten Nebenrollen-Globe mit "Inglourious Basterds" gewonnen. Beide Filme wurden von Quentin Tarantino gedreht. Der Regisseur und Autor konnte sich für "Django Unchained" auch noch über den Globe für das beste Drehbuch freuen.

Anders als bei den Oscars gibt es bei den Globes einen Top-Preis sowohl für das beste Drama als auch für die Sparte Musical/Komödie. Tom Hoopers Filmmusical "Les Misérables" gewann drei Trophäen, als bestes Musical, für Hauptdarsteller Hugh Jackman und seinen Co-Star Anne Hathaway in einer Nebenrolle.

Foster rührt mit Rede

Jodie Foster rührte mit ihrer Rede.
Jodie Foster rührte mit ihrer Rede.(Foto: AP)

Hollywoodstar Jodie Foster wurde für ihr Lebenswerk und ihre Verdienste um die Filmkunst ausgezeichnet. Hollywoods Auslandspresse (HFPA) verlieh der Schauspielerin und Regisseurin den Cecil B. DeMille Ehrenpreis, von Robert Downey Jr. wurde sie mit witzigen Lobesworten überhäuft.

Foster hielt die wohl ergreifendste Rede des Abends. Als sie den Preis entgegennahm, outete sich die 50-Jährige und sagte zum ersten Mal öffentlich, dass sie lesbisch sei: "Das hier wird keine große Coming-Out-Rede, da ich mein Coming-Out schon vor eintausend Jahren hatte, damals im Steinzeitalter. Zu der Zeit als ein sehr wunderliches Mädchen sich ihren engsten Freunden, Familienangehörigen und Kollegen anvertraute und dann mit der zeit jedem, den sie kannte ... aber heutzutage, so wurde mir gesagt, muss jeder Prominente jeden Aspekt seines Privatlebens mit einer Pressekonferenz, einer Duftlinie und einer Reality-Show würdigen".

Die Trophäen vom Verband der Auslandspresse wurden zum 70. Mal verliehen. Erstmals moderierten die Komikerinnen Tina Fey und Amy Poehler die Gala. Das freche Frauen-Duo löste den Briten Ricky Gervais nach drei Auftritten ab.

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Quelle: n-tv.de

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