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Die vielen expliziten Vergewaltigungsszenen bei "Game of Thrones" stoßen immer wieder auf Kritik.
Die vielen expliziten Vergewaltigungsszenen bei "Game of Thrones" stoßen immer wieder auf Kritik.(Foto: Twitter/GameOfThrones)
Dienstag, 22. Dezember 2015

Alles neu bei "Game of Thrones": Wie viel Vergewaltigung darf man zeigen?

Sexuelle Gewalt gehört zum Krieg wie Plünderung und Enthauptung. Ungefähr so rechtfertigte George R. R. Martin die ausschweifenden Vergewaltigungsszenen bei "Game of Thrones". Dem Publikum gefiel das nicht. Vieles könnte sich bei Staffel sechs nun ändern.

"Game of Thrones" mag als eine der besten Serien der Welt gelten. Doch es gibt auch Kritik an der Reihe, gegen die die Macher nicht immun sind. In der vergangenen Staffel sorgte besonders eine Vergewaltigungsszene für heftige Diskussionen, in der kommenden sechsten Staffel soll nun darauf reagiert werden.

! Vorsicht, Spoiler aus Staffel 4 und 5 !

Sehr eindrücklich wurde in Staffel fünf gezeigt, wie Sansa Stark (Sophie Turner) von ihrem Ehemann Ramsay Bolton (Iwan Rheon) in der gemeinsamen Hochzeitsnacht missbraucht wird - ein Aufschrei ging durch die Zuschauermenge. Die Szene erfülle keinen erzählerischen Zweck, sondern diene lediglich einem Schockmoment, hieß es. In den Büchern von George R. R Martin, auf denen die Fantasy-Reihe basiert, komme sie nicht einmal vor. Eine Ähnliche Einstellung zwischen dem Geschwister- und Liebespaar Jaime (Nikolaj Coster-Waldau) und Cersei Lannister (Lena Headey) hatte zu Beginn der vierten Staffel ebenfalls die Gemüter erregt.

Jeremy Podeswa, der bei der umstrittenen Sansa-Szene Regie geführt hatte, bezog nun wie folgt Stellung: Es sei wichtig, dass die Produzenten keine Selbst-Zensur vornähmen. "Die Show zeigt eine brutale Welt, in der schreckliche Dinge geschehen", erklärte er. Allerdings räumte er laut "The Telegraph" auch ein, dass man sich bei Staffel sechs durchaus von den Kritiken habe beeinflussen lassen. Einige Dinge würden sich deshalb ändern.

Seine eigene Arbeit verteidigt Podeswa weiterhin. "Es war eine schwierige und brutale Szene und wir wussten, dass sie eine Herausforderung für das Publikum darstellen würde", sagte er. Die Kritik würde sich jedoch nicht gegen die Ausführung, sondern die Idee an sich richten. "Die Szene wurde so sensibel, wie es nur möglich war, behandelt, man sieht kaum etwas."

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Quelle: n-tv.de

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