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Eurovisions-Damen unter sich: Lena und Cascada-Frontfrau Natalie Horler.
Eurovisions-Damen unter sich: Lena und Cascada-Frontfrau Natalie Horler.(Foto: dpa / picture-alliance / Collage: n-tv.de)

Lena gratuliert Cascada: Zoff um den ESC-Vorentscheid

Das Zustandekommen der Entscheidung, die Dance-Kapelle Cascada für Deutschland zum Eurovision Song Contest nach Malmö zu entsenden, sorgt für Wirbel. Lobende Worte für den Siegertitel beim Vorentscheid findet indes Lena, während Cascada-Sängerin Natalie Horler einen peinlichen Fauxpas gesteht.

Es geht ein Riss durch Deutschland. Nun ja, zumindest durch die Fangemeinde des Eurovision Song Contests (ESC). Viele Anhänger des Musikspektakels kritisieren das Abstimmungsverfahren beim deutschen Vorentscheid, das am Ende dem Dance-Trio Cascada das Ticket zum bevorstehenden Contest im schwedischen Malmö sicherte.

"Sie ist eine Glitzerfrau."
"Sie ist eine Glitzerfrau."(Foto: dapd)

Lobende Worte für die Sieger-Formation und ihre Sängerin Natalie Horler fand indes Lena, Gewinnerin des ESC 2010 in Oslo. "Sie ist eine Glitzerfrau", sagte die 21-Jährige über Horler. "Sie hat total Spaß daran und muss sich da eigentlich gar keine großartige Show ausdenken". Der Song "Glorious" passe gut zu der Cascada-Frontfrau. "Ich bin ein Fan von solchen Songs, weil man dazu tanzen kann, man kann mitsingen, mitgrölen", erklärte Lena.

Auch mit Tipps geizte die gebürtige Hannoveranerin nicht. Horler solle sich in Malmö auch mal entspannen, riet Lena: "Ich wünsche ihr, dass sie das Ganze genießen kann. Und das alles aufnehmen kann, weil das eine Zeit ist, die man nie wieder erlebt." Über einen Sieg Deutschlands beim ESC würde sie sich "natürlich, selbstverständlich, auf jeden Fall" freuen, so Lena weiter.

ARD verteidigt Abstimmung

Natalie Horler räumte unterdessen ein, dass bei ihrem Auftritt während des Vorentscheids in Hannover nicht alles glatt gelaufen ist. "Ich habe einen Texthänger gehabt und habe es aber überspielt", sagte sie der ARD. Am Morgen nach ihrem Sieg sei sie nun "ein bisschen müde und noch total aufgedreht".

Cascadas Sieg über die Bläsergruppe LaBrassBanda hat derweil eine breite Diskussion ausgelöst. Vor allem das Urteil der Jury wird in Internet-Foren kritisiert. Die fünf Experten, darunter Sänger Tim Bendzko und Schlager-Ikone Mary Roos, hatten in der Live-Show LaBrassBanda nur einen Punkt gegeben, während die Radiohörer die bayerische Bläser-Combo einhellig ganz vorne sahen. Die Ska-Bläser wollen nun nach eigenen Angaben im nächsten Jahr wieder beim Vorentscheid antreten.

Der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber verteidigte das Jury-Urteil. "Die haben sich unter anderem mit der Frage beschäftigt, wer die größten Erfolgsaussichten in Europa hat", sagte der Verantwortliche der Sendung. Die Jurymitglieder hätten großen Wert auf ihre Unabhängigkeit gelegt. Außerdem habe Cascada auch in der Gunst der TV-Zuschauer weit vorne gelegen.

Mit Blick auf die Einschaltquoten kann die ARD den ESC-Vorentscheid nur als mäßigen Erfolg verbuchen. Zwar lag die Quote über dem Vorentscheid-Finale von 2012, mit 3,24 Millionen Zuschauern und einem Zuschaueranteil von 10,4  Prozent unterschritt sie jedoch den üblichen ARD-Schnitt.

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Quelle: n-tv.de

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