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"Tumorgene lassen sich abschalten": Krebs muss kein Schicksal sein

Von Jana Zeh

"Ich bin wütend", beschreibt der als Fitnesspapst bekannte Arzt Dr. Ulrich Strunz seine Motivation für sein Buch "Das neue Anti-Krebs-Programm". Darin behauptet er, dass nur fünf Prozent aller Krebserkrankungen genetisch bedingt seien. Ein großer Teil der Krebserkrankungen könne durch einen anderen Lebensstil verhindert werden. Strunz beschreibt ihn.

Ein Apfel ist in zehn Sekunden gewaschen. Er sollte mit Schale gegessen werden und gehört zu den Minutenrezepten bei Strunz.
Ein Apfel ist in zehn Sekunden gewaschen. Er sollte mit Schale gegessen werden und gehört zu den Minutenrezepten bei Strunz.(Foto: picture alliance / dpa)

Trotz moderner Medizintechnik und aufwendigen Forschungen bleibt Krebs als Diagnose eine Hiobsbotschaft. "Das muss nicht sein", behauptet der Internist und Gastroenterologe Dr. Ulrich Strunz in seinem Buch "Das neue Anti-Krebs-Programm. Dem Krebs keine Chance geben: So schalten Sie die Tumorgene ab".  Auf einfache Art und Weise erklärt er, wie das mit dem "Abschalten" seiner Ansicht nach am besten geht.

Strunz setzt auf drei wesentliche Pfeiler: auf eine weitestgehend kohlehydratfreie Ernährung, auf mindestens 90 Minuten Ausdauersport täglich und auf regelmäßige Meditation, egal welcher Art. Zudem erwähnt er die Notwendigkeit der Einnahme von Vitalstoffen wie Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen. Er ist sich natürlich bewusst, dass diese Art der Krebsvorbeugung nur in reichen Ländern mit einem Überangebot an Lebensmitteln umsetzbar ist. Ein Paradigmenwechsel ist aber vor allem in der westlichen Welt dringend nötig, da Krebs dort immer häufiger diagnostiziert wird. So kann das neue Anti-Krebs-Programm als ein umfassendes Konzept sowohl zur Prävention als auch zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte bei Krebs angewendet werden.

Mehr Verantwortung für die Gesundheit

Das neue Anti-Krebs-Programm ist ein kompakter Ratgeber.
Das neue Anti-Krebs-Programm ist ein kompakter Ratgeber.

Der Arzt benutzt für seine Argumentation klare und verständliche Worte, ohne den Blick auf aktuelle Studienergebnisse zu verlieren. Mit Grafiken stellt er die Häufungen der Krebserkrankungen in der Bevölkerung dar, berichtet plastisch von Wirkungen der Vitamine und erzählt beeindruckende Geschichten von Krebspatienten. Es geht ihm nicht darum, den pädagogischen Zeigefinger zu heben oder zu belehren. Es geht ihm vielmehr darum, das Bewusstsein und die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu stärken.

Der Autor greift dabei alle gängigen Ausreden, Einwände und Vorbehalte auf, um zu argumentieren. Sätze wie: "Ist das wahre Ernährung?", "Was passiert, wenn ich zu viel Eiweiß, Vitamin D oder ähnliches zu mir nehme?" oder "Sport ist Mord" lassen die 216 Seiten sehr kurzweilig werden. Auch wenn die Formulierung "ganz einfach" immer wieder zu lesen ist, ist Strunz durchaus klar, dass das, was er rät, eines weitreichenden Umdenkens und eiserner Disziplin bedarf. Unmissverständlich wird jedoch deutlich gemacht, dass es sich lohnt, diesen Weg zu gehen. Das macht Strunz glaubwürdig.

Gesundheit steht im Mittelpunkt

Bei allen Ausführungen hat der Autor immer nur eines im Sinn: die  Gesundheit. Ihm ist wichtig, zu erklären, wie die Zellen, die sich täglich in jedem Körper bilden und aus denen Krebs entstehen könnte, gebannt werden können. Er erläutert, wie man das Immunsystem ankurbeln kann. Er hat durch seine zugewandte Art und Weise des Schreibens die Möglichkeit, jeden, der es möchte, zu motivieren, etwas für die Gesunderhaltung der gesamten Person zu tun.

Dazu gehört für ihn auch die mentale Gesundheit. Um diese zu bekommen oder zu erhalten, empfiehlt er, zu meditieren. Das muss nicht zwangsläufig das stille Sitzen im unbequemen Schneidersitz sein, sondern kann auch in Bewegung im Qi Gong oder Tai-Chi geschehen. Selbst eine einfache Atemmediation, die man überall praktizieren kann, hat positive Effekte. Egal, welche Art der Meditation man ausübt, sie wirkt sich in jedem Falle positiv auf die Gesundheit aus.

Strunz ist authentisch in seinen Ausführungen. Das ist wahrscheinlich auch das Geheimrezept für seine bisherigen Erfolge als Autor. Als Arzt allerdings geht Strunz ungewöhnliche Wege. Er öffnet sich alternativen Heilmethoden und ganzheitlichen Ansätzen, ohne die Schulmedizin zu verteufeln. Zudem geht er mutig gegen die Machenschaften der Pharmaindustrie vor. Das alles macht ihm nicht nur Freunde. Strunz ist einer, der polarisiert, auch mit diesem Buch.

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Quelle: n-tv.de

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