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Mittwoch, 12. August 2009

Wenn die nächste Pleite kommt: Banken wollen besser sichern

Beim nächsten Absturz wollen die Banken ein dichteres Sicherheitsnetz haben.

Beim nächsten Absturz wollen die Banken ein dichteres Sicherheitsnetz haben.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Angesichts der Finanzkrise erhöhen die deutschen Banken ihre Absicherung für den Fall der Pleite eines Instituts. Die Delegiertenversammlung des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) hat jetzt beschlossen, den Beitrag der Banken zu seinem Einlagensicherungsfonds zu verdoppeln. Der Entschädigungsfonds für Bankkunden soll damit schneller wachsen und besser für Bankpleiten gerüstet sein.

Die rund 180 Banken, die an den Einlagensicherungsfonds des BdB angeschlossen sind, müssten ab diesem Jahr statt 0,3 Promille der abgesicherten Kundenforderungen künftig 0,6 Promille jährlich einzahlen, erklärte der BdB und bestätigte damit einen Bericht der "Zeit".

Haarscharf vorbeigeschrammt

Hintergrund des Beschlusses sind die Beinahepleite der Mittelstandsbank IKB und die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers im vergangenen Jahr. Bislang haben konzertierte Rettungsaktionen für angeschlagene Geldhäuser von Staat und anderen Banken verhindert, dass die Leistungsfähigkeit der Einlagensicherung getestet werden musste.

Bei der Pleite einer Bank sind die Einlagen ihrer Kunden auf Girokonten und Sparbüchern, aber auch Termingelder und Sparbriefe durch die gesetzliche Einlagensicherung bis zu 50.000 Euro geschützt. Darüber hinaus gehendes Guthaben ersetzt bei der Pleite einer Mitgliedsbank der Einlagensicherungsfonds der Banken. Die Finanzkrise hatte die Frage aufgeworfen, ob der Fonds im Falle großer Bankpleiten wirklich in der Lage sein wird, die Entschädigung aufzubringen, ohne andere Banken zu schädigen.



AFP

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