Ratgeber

Transparenz am Geldautomaten"Bargeld nicht zum Nulltarif"

07.04.2010, 12:17 Uhr

Bundesbankvorstand Hans Georg Fabritius hat von Banken mehr Klarheit über Gebühren am Geldautomaten gefordert. Allerdings sei auch klar, dass es Bargeld nicht zum Nulltarif geben könne.

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Das Fremdgehen kann ins Geld gehen: Wer 50 Euro zieht, zahlt dafür bis zu 10 Euro Gebühren. (Foto: picture alliance / dpa)

Bundesbankvorstand Hans Georg Fabritius hat von Banken mehr Klarheit über Gebühren am Geldautomaten gefordert. "Der Kunde sollte am Automaten sehen, welche Gebühren er zahlen muss", sagte der für Bargeld zuständige Vorstand der Notenbank der "Süddeutschen Zeitung". Er begrüße die aktuellen Anstrengungen der Kreditwirtschaft, zu mehr Transparenz zu kommen.

Nach den Plänen der Banken sollen Kunden, die an einem Geldautomaten anderer Institute abheben, vorerst nicht mehr als fünf Euro zahlen. Die privaten Banken sind sogar der Ansicht, dass der Maximalbetrag "eher bei zwei als bei fünf Euro liegen" sollte. Bisher werden bis zu zehn Euro fällig, wenn sich Kunden nicht bei ihrer Hausbank oder einem Institut des gleichen Automatenverbundes mit Bargeld versorgen.

Fabritius, dessen Vertrag bei der Bundesbank Ende April ausläuft, stellte klar: "Bargeld gibt es nicht zum Nulltarif." Bearbeitung und Logistik seien beispielsweise für Banken und Handel mit erheblichen Kosten verbunden. "Das Befüllen der Automaten und ihre Sicherung kostet Geld, das muss der Kunde bedenken." Bei der Deutschen Bundesbank entfallen nach seinen Angaben etwa 60 Prozent der Kosten auf das Segment Bargeld: 2009 waren es fast 550 Millionen Euro.

Quelle: dpa