Mittwoch, 04. März 2009
Schlafstörungen und Nervosität: Beruf stresst Deutsche
Immer mehr Berufstätige sind einer Studie zufolge stark gestresst. Rund die Hälfte leidet bei der Arbeit unter hohen psychischen Belastungen, ergab eine Umfrage im Rahmen des Gesundheitsreports 2009 der Krankenkasse DAK. Und mehr als die Hälfte ist demnach von typischen Symptomen wie Schlafstörungen (53 Prozent), depressiven Verstimmungen (37 Prozent), Nervosität (36 Prozent) und Konzentrationsstörungen (32 Prozent) betroffen. Besonders Frauen, ältere Arbeitnehmer und Menschen mit einem geringen Einkommen sind belastet.
Anhaltender Stress sei ein Risikofaktor für psychische Störungen, warnt DAK-Gesundheitsökonom Martin Kordt. Wer die typischen Anzeichen bei sich bemerkt, sollte daher mit seinen Energien besser haushalten. Den Angaben zufolge ist der Anteil der Arbeitnehmer, die aufgrund psychischer Erkrankungen ausfallen, in den vergangenen zehn Jahren um rund 60 Prozent angestiegen. Das deckt sich mit Analysen anderer Krankenkassen. Nach Angaben der AOK sind seit 1995 die Fehlzeiten in diesem Bereich sogar um 80 Prozent angestiegen.
Den DAK-Ergebnissen liegt eine repräsentative Bevölkerungsumfrage unter rund 3000 Arbeitnehmern zugrunde. Sie wurden auch zu ihrem Umgang mit den Stressbelastungen befragt: Demnach versuchen jeweils zehn Prozent der Männer und der älteren Berufstätigen, diese mit Alkohol zu bewältigen. Sieben Prozent der Frauen greifen eher zu Schlaf- und Beruhigungsmitteln. Die Mehrheit der Menschen setzt allerdings auf einen gesunden Ausgleich nach Feierabend: Für Frauen und ältere Beschäftigte bedeutet das insbesondere Ruhe und Entspannungstechniken (67 beziehungsweise 64 Prozent). Aktiv Sport treiben eher Jüngere und Akademiker (35 beziehungsweise 45 Prozent).
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