Ratgeber

Oszillierend-rotierend oder schallaktiv?: Elektrische Zahnbürsten im Test

Nicht nur bei Technik-Freaks erfreut sich die Elektrozahnbürste zunehmender Beliebtheit. Die Unterschiede bei Preis und Qualität sind groß, wie Stiftung Warentest herausgefunden hat. Schneller geht es auch mit einer Elektrobürste nicht - und um zweimal tägliches Putzen kommt auch niemand herum.

Der Testsieger aus einer früheren Untersuchung bleibt ungeschlagen
Der Testsieger aus einer früheren Untersuchung bleibt ungeschlagen(Foto: picture alliance / dpa)

Die Deutschen greifen vermehrt zur elektrischen Zahnbürste. Im Gegensatz zur gemeinen Handzahnbürste empfinden viele damit die Reinigung ihrer Zähne als gründlicher und einfacher.

Stiftung Warentest hat sich der Thematik angenommen und neun elektrische Zahnbürsten zu Preisen zwischen gut 2 und 139 Euro unter die Lupe genommen. Getestet wurde, wie gut die Elektrobürsten künstliche Beläge von Modellzähnen entfernten, wie einfach die Geräte zu handhaben und wie langlebig die Produkte sind.

Grundsätzlich lassen sie sich in zwei Gruppen einteilen: Zum einen gibt es die "oszillierend-rotierenden" Bürsten mit runden Köpfen, die halb­kreisförmig hin- und herschwingen und teil­weise zusätzlich pulsieren. Zum anderen sind "schall­aktive" Zahnbürsten mit läng­lichen Köpfen zu haben. Sie reinigen nicht mit Schall, sondern durch Vibrationen des Bürs­tenkopfes. Hinsicht­lich der Reinigungs­leistung zeigt keines der beiden Systeme klare Vorteile. Mit der Rundkopfbürste muss jeder Zahn einzeln gereinigt werden, Schallzahnbürsten säubern mehr Fläche auf einmal. Entscheidend beim Kauf sollte deshalb das individuelle Putz­verhalten sein. Akribische Zähneputzer fahren mit Rundkopfbürsten besser.

Natürlich benötigen alle Elektrobürsten Energie. Sie werden wahlweise mit Akku, Batterie oder Netzkabel angetrieben. Angst vor hohen Stromkosten braucht deshalb aber niemand zu haben - die aktuell getesteten Bürsten verbrauchen Strom für jeweils maximal vier Euro pro Jahr. Der Akku lässt sich in der Regel nicht austauschen – geht er kaputt, ist so meist ein neues Gerät fällig. Allerdings ist laut einem Dauertest der Stiftung nicht vor sechs Jahren damit zu rechnen.

Teurer sind da die Bürstenköpfe, die regelmäßig alle drei Monate ausgetauscht werden sollten - zwischen knapp 1 und 6 Euro fallen hier je nach Hersteller pro Stück an.

Den Spitzenplatz der neun getesteten Elektrobürsten belegt die Braun Oral-B Professional Care 1000 Rundkopfbürste - (Note 1,6) für 55 Euro. Ihr folgen die ebenfalls akkubetriebenen Flächenbürsten Braun Oral-B Pulsonic Slim (Note1,8) für 60 Euro und die Philips Sonicare EasyClean (Note 2,1) für 55 Euro. Abgeschlagen auf dem letzten Platz (Note 4,8) landet die Fuchs Battery für 7 Euro wegen mangelhafter Zahnreinigung.

Der Testsieger aus einer früheren Untersuchung bleibt allerdings ungeschlagen - die Braun Oral-B Vitality Precision Clean (Note 1,5). Die akkubetriebene Rundkopfbürste ist für 18 Euro noch im Handel erhältlich.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen