Ratgeber

Tipps für Eltern gegen Kostenfallen: Handys kindersicher machen

Für Weihnachten hat so manches Kind ein Handy auf dem Wunschzettel. Das bringt viele Eltern in eine Zwickmühle: Zwar wollen sie einerseits, dass ihr Kind erreichbar ist und im Notfall anrufen kann. Andererseits fürchten sie, dass ihre Sprösslinge ein Vermögen vertelefonieren oder durch das Handy ständig abgelenkt sind.

(Foto: Stephanie Hofschlaeger/Pixelio.de)

Irgendwann ist es so weit: Der liebe Nachwuchs braucht oder will ein Mobiltelefon. Doch die Anschaffung sollte wohl überlegt sein.´

Welche Tarife sind für Kinder zu empfehlen?

Wichtig ist vor allem die Möglichkeit, Kosten genau zu kontrollieren. Hier bieten sich vor allem Prepaid-Karten an: Ist das Guthaben aufgebraucht, kann das Kind nicht mehr telefonieren, ist aber noch erreichbar. Notrufe sind immer noch möglich. Bei Handyverträgen können teils monatliche Limits definiert werden. Da Kinder oft viele SMS verschicken, kann eine Flatrate auf Prepaid-Basis vereinbart werden. Die automatische Aufladung sollte abgeschaltet sein. Telefonieren Kinder und Eltern häufig miteinander, bieten sich Community-Tarife an - Nutzer eines Anbieters können sich dann gegenseitig günstig anrufen.

Was nützen spezielle Kindertarife?

Spezielle Kindertarife sind teils recht teuer. Auch sind sie oft an eine Mindestlaufzeit gebunden und nur zu haben, wenn die Eltern bereits einen Vertrag beim jeweiligen Handyanbieter haben. Der Vorteil der Tarife sind die meist einfache Kostenkontrolle und günstigere oder kostenlose Telefonate zu den Eltern.

Wie kann ich teure Klingelton-Abos und andere Fallen vermeiden?

Teure Sonderrufnummern und Klingelton-Abos sind in den meisten Kindertarifen gesperrt. Bei manchen Klingelton-Anbietern kann die Handynummer für deren Angebote blockiert werden. Ansonsten können solche Dienste oft nur Kunden mit Vertragsbindung sperren lassen. Bei Prepaid-Angeboten ist das Risiko eher klein, da das Guthaben bei Prepaid-Karten begrenzt ist, betont der Branchendienst teltarif.de.

Kann der Internetzugang gesperrt werden?

Ja. Gerade bei jüngeren Kindern sollte der mobile Internetzugang deaktiviert werden. Für sie reicht auch ein Handy ohne Internetzugang. Für Jugendliche, die regelmäßig mit ihrem Handy im Netz surfen, ist eine Datenflatrate empfehlenswert.

Welche Handymodelle eignen sich für Kinder?

Es gibt spezielle Kinderhandys, die besonders einfach zu bedienen sind und teils nur bestimmte programmierbare Telefonnummern anrufen können. Normale Handys sind häufig zu komplex für Kinder. Grundsätzlich gilt: Ein Handy für Kinder sollte vor allem günstig sein - dann schmerzt auch ein Verlust nicht so sehr.

Sind Handys für die Gesundheit eines Kindes gefährlich?

Die elektromagnetische Strahlung von Handys ist nach den bisherigen Erkenntnissen des Bundesamts für Strahlenschutz nicht gefährlich. Andere Studien belegen das Gegenteil. Eltern sollten auf jeden Fall auf den Strahlungswert des Handys achten, den so genannten SAR-Wert: Der gesetzliche Grenzwert bei Handys liegt bei zwei Watt pro Kilogramm, Experten raten jedoch zu Geräten mit einem SAR-Wert von maximal 0,6 Watt pro Kilogramm.

Kann ich mein Kind mit dem Handy orten?

Spezielle Kindertarife enthalten teils einen Ortungsdienst. Hierüber können Eltern abfragen, wo sich ihre Kinder gerade aufhalten. In Städten ist der Standort auf 50 bis 150 Meter genau festzustellen, auf dem Land weniger genau. Andere Unternehmen bieten Ortungsdienste für alle Mobilfunkbetreiber im Internet an. Eltern sollten aber bedenken, dass sie ihr Kind mit solchen Diensten überwachen. Anbieter verlangen in der Regel daher eine Zustimmungs-SMS bei Ortungsanfragen auf ein Handy. Teenager können eine Überwachung auch ablehnen.

Quelle: n-tv.de

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