Ratgeber

Lebensbedrohliche LeberschädenPlus holt Rucola zurück

12.08.2009, 14:47 Uhr

Nach dem Fund von Giftpflanzen in einer Packung Rucola-Salat hat der Supermarkt-Discounter Plus vorsorglich Rucola bundesweit aus dem Sortiment genommen.

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Rucola, wie wir ihn als Salat kennen ... (Foto: picture-alliance/ dpa)

Nach dem Fund von Giftpflanzen in einer Packung Rucola-Salat hat der Supermarkt-Discounter Plus vorsorglich Rucola bundesweit aus dem Sortiment genommen. Das betreffe alle Plus- und auch Netto-Märkte, sagte Plus-Sprecherin Christina Stylianou. Nach Hinweisen auf den Fund in einem Plus-Supermarkt in Hannover-Langenhagen habe Plus aus Sicherheitsgründen sofort reagiert.

Das rheinland-pfälzische Verbraucherschutzministerium wies ebenfalls darauf hin, "dass nicht alles, was nach Früchten oder Gemüse aussieht, auch genießbar ist. Niemand sollte daher unbekannte Pflanzen oder Pflanzenteile verzehren oder solche, die einen unüblichen Geschmack haben", hieß es in der Mitteilung. Schon beim Waschen des Salats sollten "nicht dazu gehörende, unbekannte Pflanzenteile aussortiert werden".

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... und das giftige Kreuzkraut. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Für Rucola gebe es bei Plus verschiedene Lieferanten, deren Namen nach außen aber nicht genannt wurden. Die betroffene Charge sei für die Region in Norddeutschland bestimmt gewesen, sagte die Plus- Sprecherin. Ein Bonner Wissenschaftler hatte eine ihm aus Hannover zugesandte Packung Rucola untersucht und darin das für den Menschen giftige Gemeine Greis- oder Kreuzkraut (Senecio vulgaris) entdeckt.

Große Ähnlichkeit

"Aus Vergiftungsfällen ist bekannt, dass die Pflanze bei Menschen und Tieren lebensbedrohliche Leberschädigungen verursachen kann", hieß es in der Mitteilung des rheinland-pfälzischen Verbraucherschutzministeriums. Die gelb blühende Pflanze, deren Hauptblütezeit Juli bis August ist, hat nach Angaben der Experten gewöhnlich 15 bis 20 Millimeter breite Einzelblüten mit gefiederten Blütenblättern, die kräftigen Stängel sind meist rot gefärbt.

Nicht ungefährlich sei auch der Verzehr von zu Wildformen zurückgekreuzten Zucchini. Die Folge könnten Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sein. Nur durch den ungewöhnlich bitteren Geschmack ließen sich die Pflanzen von einer essbaren Zucchini unterscheiden. Komme es dennoch zu einer Vergiftung oder nur zum Verdacht, so werde empfohlen, unverzüglich Rat beim Hausarzt oder bei einem Giftinformationszentrum einzuholen, riet das Ministerium.

Quelle: dpa