Donnerstag, 23. August 2007
Hochwasserschäden: Versicherung zahlt nicht
Bei Hochwasserschäden hilft Hausbesitzern ihre Gebäude- oder Hausratversicherung oft nicht weiter. "Hierfür benötigen sie zusätzlich eine Elementarschadenversicherung", sagte Bianca Höwe vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg.
Diese sei aber kaum zu bekommen, wenn das Haus in einem Gebiet steht, in dem häufig mit Hochwasser zu rechnen ist, so Höwe. Denn die Versicherer seien nicht dazu verpflichtet, eine solche Zusatzpolice anzubieten. "Das Problem ist also: Die Leute, die eine solche Versicherung bräuchten, bekommen sie meist nicht." Dadurch passiere es oft, dass Betroffene auf ihren Kosten sitzen bleiben.
Um sich gegen solche Schäden abzusichern, sollten sich Hausbesitzer möglichst früh mit ihrer Versicherung in Verbindung setzen, sagte Höwe. Denn wenn bereits mehrmals Wasser bei starkem Regen in den Keller gelaufen ist, sei es meist zu spät, ein Angebot für eine Zusatzversicherung einzuholen. Selbst wenn das Haus nicht in einem Hochwasser-Risikogebiet steht, könnten Vorschäden durch Überschwemmungen ein Ausschlusskriterium für den Abschluss einer Police sein.
In den vergangenen Tagen waren nach starken Regenfällen vor allem in Süddeutschland die Flüsse über die Ufer getreten. Bei dem Hochwasser liefen etliche Keller voll, und zahlreiche Wege wurden überspült. Auch in anderen Teilen Deutschlands hatten heftige Gewitter für Überschwemmungen gesorgt.
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