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Nick Blackwell musste gegen Chris Eubank jr. bis zum Kampfabbruch viele harte Treffer einstecken.
Nick Blackwell musste gegen Chris Eubank jr. bis zum Kampfabbruch viele harte Treffer einstecken.(Foto: imago/ZUMA Press)

Koma nach technischem K.o.: Boxer Blackwell erleidet Hirnblutung

Wegen einer Hirnblutung liegt der britische Boxer Nick Blackwell nach seiner schweren Niederlage gegen den Mittelgewichtler Chris Eubank junior im künstlichen Koma. Bei Boxfans weckt die Verletzung Erinnerungen an einen fatalen Kampf im Jahr 1991.

Der britische Boxer Nick Blackwell liegt nach seiner Niederlage gegen den Mittelgewichtler Chris Eubank junior im künstlichen Koma. Der 25 Jahre alte Blackwell war am Samstag in London der eindeutig unterlegene Boxer gewesen. Nach zahlreichen harten Treffern brach der Ringrichter den Kampf in der 10. Runde ab.

Blackwell war bei vollem Bewusstsein, blutete aber stark aus der Nase. Zudem war sein linkes Auge so stark zugeschwollen, dass er nicht mehr ausreichend sehen konnte. Aufgrund dieser Verletzungen wurde Blackwell ins Krankenhaus gebracht, wo er näher untersucht wurde. Dabei stellten die Ärzte eine Hirnblutung fest und versetzten den 25-Jährigen ins künstliche Koma.

"Rückblickend hätte er früher abbrechen sollen"

Wie lange das andauern werde, lässt sich laut Robert Smith vom Britischen Box-Verband derzeit nicht abschätzten. "Wir müssen warten, bis die Schwellung seines Gehirns zurückgeht - man kann nicht sagen, wie lange das dauern wird", sagte Smith der "Daily Mail" und sprach von einem "normalen Vorgang". Laut BBC gehen die Ärzte derzeit nicht davon aus, dass eine Operation nötig sein wird.

Nach dem Kampf sagte Gegner Eubank, er habe Blackwell mit ein paar harten Schlägen getroffen. Der Ringrichter aber habe Blackwell fit genug eingeschätzt und den Kampf weiterlaufen lassen, "rückblickend hätte er vielleicht früher abbrechen sollen".

Am frühen Sonntagmorgen drückte Eubank seinem Gegner seine Anerkennung aus: "Du hast großartig gekämpft. Du hast bewiesen, dass du ein echter Krieger bist, wünsche dir eine schnelle Erholung und baldige Rückkehr in den Ring".

Erinnerungen an 1991

Bei Boxfans dürfte die schwere Verletzung indes Erinnerungen an einen fatalen Kampf des Vaters von Chris Eubank junior wecken. Im September 1991 boxte Chris Eubank senior in London gegen seinen Landsmann Michael Watson, der in der 12. Runde mit einer schweren Hirnverletzung im Ring kollabierte.

Watson lag 40 Tage im Koma und musste sechsmal am Gehirn operiert werden, um Blutgerinsel zu entfernen. Erst nach jahrelangen Rehabilitationsmaßnahmen gewann Watson die Fähigkeit zum Sprechen und Laufen zurück.

Quelle: n-tv.de

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