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Novak Djokovic hat seinen Gegner aus den USA im Griff.
Novak Djokovic hat seinen Gegner aus den USA im Griff.(Foto: dpa)

Williams und Lisicki in Wimbledon ohne Mühe: Djokovic bleibt im Turnier

Ohne Mühe erreichen Titelverteidigerin Serena Williams und der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic die dritte Runde auf dem Heiligen Rasen. Auch Sabine Lisicki bleibt bei ihrem Lieblingsturnier im Rennen. Derweil ist ein deutsch-jamaikanischer Paradiesvogel in aller Munde.

Serena Williams ist weiter.
Serena Williams ist weiter.(Foto: dpa)

Weder Titelverteidigerin Serena Williams noch der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic haben sich nicht vom Favoritensterben der vergangenen Tage anstecken lassen und stehen in der dritten Runde in Wimbledon. Die 16-malige Grand-Slam-Siegerin aus den USA feierte beim 6:3, 6:2 gegen Carolina Garcia (Frankreich) ihren 33. Sieg in Serie und trifft nun auf Kimiko Date-Krumm (Japan). Die 42-Jährige setzte sich 24 Jahre nach ihrem Wimbledon-Debüt mit 6:4, 7:5 gegen Alexandra Cadantu (Rumänien) durch und ist damit die älteste Frau in der Open Era (seit 1968), die in Wimbledon die dritte Runde erreicht hat.

Der 26-jährige Serbe Djokovic gewann gegen Bobby Reynolds aus den USA mit 7:6 (7:2), 6:3 und 6:1. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale trifft der Wimbledon-Champion von 2011 entweder auf den deutschen Qualifikanten Jan-Lennard Struff aus Warstein oder den Franzosen Jeremy Chardy. Die Partie war beim Stand von 2:6, 7:5, 2:1 aus Struffs Sicht wegen Regens unterbrochen und auf Freitag verschoben worden. Die Partien von Tommy Haas und Angelique Kerber wurden ebenfalls vertagt.

Es läuft gut auf dem Heiligen Rasen: Sabine Lisicki.
Es läuft gut auf dem Heiligen Rasen: Sabine Lisicki.(Foto: AP)

Dagegen ist Sabine Lisicki schon in die dritte Runde eingezogen. Die 23 Jahre alte Berlinerin gewann nach einer starken Vorstellung überraschend souverän in 61 Minuten 6:3, 6:1 gegen Jelena Wesnina. Die Russin hatte zuletzt das Vorbereitungsturnier in Eastbourne gewonnen und sich damit in der Weltrangliste auf Platz 22 verbessert. Lisicki ist auf Position 24 zwei Ränge tiefer notiert.

Doch im ersten Match des Tages ließ Lisicki ihrer Gegnerin von Beginn an keine Chance, diktierte in beeindruckender Art und Weise das Geschehen auf Court 2 und nutzte ihren zweiten Matchball zum Sieg. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale trifft die Wimbledon-Halbfinalistin von 2011 und zweimalige Viertelfinalistin auf Samantha Stosur. Die an Nummer 14 gesetzte Australierin siegte 6:2, 6:2 gegen Olga Putschkowa aus Russland. Von fünf Partien gegen die 29 Jahre alte Stosur hat Lisicki bislang erst eine gewonnen.

Youngster Annika Beck ist dagegen in der zweiten Runde ausgeschieden. Die 19-Jährige aus Bonn unterlag der an Position 32 gesetzten Tschechin Klara Zakopalova 6:7 (5:7), 3:6. Beck ist die dritte Deutsche, die in Runde zwei scheiterte. Mona Barthel verlor gegen die Amerikanerin Madison Keys 4:6, 2:6.

Wie wundervoll war Dustin Brown heute?

Der überraschende Erfolg von Tennisprofi Dustin Brown in Wimbledon ist derweil mit Begeisterung aufgenommen worden. Nach seinem Sieg in der zweiten Runde des Grand-Slam-Turniers gegen Ex-Champion Lleyton Hewitt (Australien) stieg die Followerzahl des Deutsch-Jamaikaners bei Twitter auf mehr als 21.000 an.

"Tennis ist viel cooler geworden", schrieb User Rob B. Ein anderer stellte die Vermutung auf: "Wenn ich vor dem Turnier 10 Euro auf einen Deutschen mit Dreadlocks gesetzt hätte, müsste ich wahrscheinlich nicht mehr arbeiten gehen".

Auch Prominente äußerten sich zum Coup des "unterhaltsamsten Tennisspieler seit Bahrami", dessen Style und Coolness sogar die "New York Times" in einem Artikel aufgriff. Schauspielerin Grace Jones schrieb: "Ich konnte nicht aufhören das Brown/Hewitt-Match zu schauen. Glückwunsch!!!! @DreddyTennis. Was für ein Match!" Jones stammt wie Browns Vater aus Jamaika. Tennis-Kollegin Andrea Petkovic fragte: "Wie wundervoll war Dustin Brown heute?"

Und er? Der Rasta-Mann twitterte nach dem Match ohne Unterlass. Er ist der erste Tennisspieler, der seinen Twitternamen @DreddyTennis auf seinem Shirt mit auf den Heiligen Rasen nahm.

Quelle: n-tv.de

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