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Keine Olympia-Teilnahme: Pechstein bleibt gesperrt

Wegen mangelnder Erfolgsaussichten im Hauptsacheverfahren lehnt das Schweizer Bundesgericht eine Aussetzung der Dopingsperre von Eisschnellläuferin Claudia Pechstein ab. Ihre letzte Hoffnung auf einen Olympiastart zerschlägt sich damit.

Pechstein wird definitiv nicht an den Winterspielen in Vancouver teilnehmen.
Pechstein wird definitiv nicht an den Winterspielen in Vancouver teilnehmen.(Foto: dpa)

Claudia Pechstein ist vor dem Schweizer Bundesgericht mit einem Eilantrag auf Aussetzung ihrer Dopingsperre bis zur Urteilsverkündung gescheitert. Der Antrag der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin, trotz zweijähriger Dopingsperre wegen erhöhter Blutwerte starten zu dürfen, wurde abgelehnt. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass für die Berlinerin auch im Hauptsacheverfahren kaum Aussicht auf Erfolg bestünde.

Pechstein hatte gehofft, mit einem erfolgreichen Eilantrag noch vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für Vancouver nominiert zu werden. Sie hatte bei fünf Olympischen Spielen fünf Gold- sowie je zwei Silber- und Bronzemedaillen gewonnen und ist damit die erfolgreichste deutsche Winter-Olympionikin. Auf das Hauptsacheverfahren, in dem das Schweizer Bundesgericht die grundsätzliche Rechtmäßigkeit der Zweijahressperre überprüft, hat diese Entscheidung keinen Einfluss.

Pechstein will zurückkehren

Die Ablehnung ihres Eilantrages nahm Pechstein gefasst auf: "Mich wundert in diesem Fall nichts mehr. Ich bin mir trotzdem zu hundert Prozent sicher, früher oder später vollumfänglich rehabilitiert zu werden." Zugleich verkündete die 37 Jahre alte Berlinerin, dass sie nicht daran denke, ihre Karriere zu beenden: "Alle, die an mich glauben und mich unterstützen, können gewiss sein, dass sie mich auf jeden Fall nochmals auf dem Eis wiedersehen werden."

Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), sagte: "Jetzt herrscht in Bezug auf Vancouver Klarheit für alle Seiten. Wir hoffen, dass sich jetzt das volle Augenmerk auf den Sport und die Athleten der deutschen Olympiamannschaft richtet. Wir verkennen gleichzeitig nicht die menschliche Dimension der Entscheidung für Claudia Pechstein und werden weiter im Gespräch mit ihr bleiben."

Quelle: n-tv.de

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