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WM-Start mit "gezogener Handbremse": Savchenko/Szolkowy zittern

Die Titelverteidiger Aljona Savchenko und Robin Szolkowy starten zu verhalten in die Eiskunstlauf-WM in Kanada. Nach dem Kurzprogramm sind die Favoriten nur Dritte, zwei Russen führen. Für das fünfte Gold muss nun eine perfekte Kür her.

Aljona Savchenko und Robin Szolkowy müssen in der Kür eine Aufholjagd starten.
Aljona Savchenko und Robin Szolkowy müssen in der Kür eine Aufholjagd starten.(Foto: REUTERS)

Die Titelverteidigung wird ganz schwer, sogar Silber ist in Gefahr: Nach einem nicht mehr als soliden Kurzprogramm müssen sich Aljona Savchenko und Robin Szolkowy bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in London/Ontario in der Kür-Entscheidung erheblich steigern.

Die viermaligen Weltmeister aus Chemnitz ernteten für ihren WM-Auftakt 73,47 Punkte und mussten damit den zweimaligen Europameistern Tatjana Wolososchar und Maxim Trankow aus Russland (75,84) den Vortritt lassen. Mit dem Heimvorteil im Rücken schoben sich in der letzten Startgruppe auch noch die Kanadier Meagan Duhamel und Eric Radford (73,61) knapp vorbei.

Mangel an Synchronität und Harmonie

"Irgendwie sind wir mit gezogener Handbremse gelaufen", sagte Savchenko deprimiert. In Budweiser Gardens ließen die beiden Sachsen den Juroren zwar wenig Chancen, mit Punktabzügen für die technischen Elemente zu hantieren. Aber zur Musik "Kismet" fehlte es ungeachtet des Beifalls des fachkundigen kanadischen Publikums an Synchronität und Harmonie.

Dies bemängelte auch Szolkowy: "Ab dem dritten Element sind wir nicht mehr exakt zur Musik gelaufen, das war schon ein komisches Gefühl." Seine Partnerin ergänzte: "Auf dem Papier war es unsere beste Saisonleistung, aber wir wissen das besser." Die Vize-Europameister dürfen sich nun in der Kür-Entscheidung am Freitag (17.00 Uhr/Eurosport) nicht mehr den kleinsten Schnitzer erlauben, wenn der Titelhattrick doch noch gelingen soll.

Vartmann/Cleave verstolpern Chancen

Unter ihren Erwartungen blieben auch die Düsseldorferin Mari Vartmann und Aaron van Cleave aus Berlin. Die deutschen Vize-Meister mussten sich nach einem fehlerhaften Programm mit 47,36 Punkten und Rang 16 unter 18 Paaren begnügen. Schon bei den europäischen Titelkämpfen im Januar in Zagreb waren die deutschen Vize-Meister nicht über einen enttäuschenden achten Platz hinausgekommen.

Ein doppelter Sturz der Schützlinge von Trainer Knut Schubert bei einer Schrittfolge wurde von den Preisrichtern ebenso bestraft wie eine unsaubere Landung des Kanadiers beim dreifachen Toe-Loop. "Die Bewertungen sind natürlich enttäuschend. So unglücklich sind wir bei einem Wettkampf noch nie gestürzt", sagte Vartmann.

Quelle: n-tv.de

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