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"Das erste Podium ist überfällig, in diesem Jahr muss es unbedingt her", sagt Nico Hülkenberg.
"Das erste Podium ist überfällig, in diesem Jahr muss es unbedingt her", sagt Nico Hülkenberg.(Foto: dpa)

"Erfolgreichstes Jahr der Karriere": Hülkenberg setzt sich selbst unter Druck

Beim Großen Preis von Australien am Sonntag in Melbourne startet Nico Hülkenberg in seine sechste Formel-1-Saison als Stammfahrer. Und für diese Saison erwartet der 28-Jährige von sich selbst endlich den ganz großen Durchbruch.

Immer wieder gut dabei, immer wieder ein Kandidat für ein Top-Cockpit - doch der große Durchbruch ist Nico Hülkenberg in seinen bisherigen fünf Formel-1-Jahren verwehrt geblieben. 2016 will der Force-India-Pilot, im Vorjahr immerhin Gewinner des Langstrecken-Klassikers 24 Stunden von Le Mans, den Schritt aus dem Schatten des viermaligen Weltmeisters Sebastian Vettel und von Mercedes-Ass Nico Rosberg machen und mit Nachdruck an seiner eigenen Erfolgsgeschichte arbeiten.

"Ich bin motivierter und hungriger denn je und will 2016 zum erfolgreichsten Jahr meiner Karriere machen. Das erste Podium ist überfällig, in diesem Jahr muss es unbedingt her", sagte der 28-Jährige im Interview mit dem Sportinformationsdienst: "Es soll ein konstantes Jahr werden. Möglichst weit vorne, wo es um die Wurst geht."

Muster an Zuverlässigkeit

Nach seinen bisherigen 94 Starts in der Motorsport-Königsklasse gilt der Emmericher als Muster an Zuverlässigkeit. In den unterlegenen Boliden von Williams, Sauber und Force India hat Hülkenberg vierte bis zehnte Plätze in Serie eingefahren. Bis auf seine Pole-Position beim Großen Preis von Brasilien 2010 und einigen furiosen Führungsrunden 2012 an gleicher Stelle fehlten aber bislang die Ausreißer nach oben - die zwei Podiumsplätze für Force India in den vergangenen beiden Jahren hat sein Stallgefährte Sergio Perez errungen.

"Der Teamkollege ist immer die erste Referenz, das ist ganz normal", sagte Hülkenberg mit Blick auf den zuweilen wilden Mexikaner: "Letztlich schaue ich immer nur auf mich und versuche, das Beste aus dem Auto rauszuholen." Von dem hält Hülkenberg vor dem Saisonstart in Melbourne am Sonntag (6 Uhr im Liveticker bei n-tv.de)eine ganze Menge: "Wenn man auf unsere Entwicklung am Ende der letzten Saison schaut, dann sollten wir ganz gut da stehen." Eine Saison in der Formel 1 sei lang und biete viele Chancen, im Vorjahr habe er nach "unterirdischem Start" am Saisonende "Top-Fünf-Material zur Verfügung" gehabt.

Ein guter Start soll den nötigen Schub für eine erfolgreiche Saison mit dem Rekordwert von 21 Rennen geben - das neue Qualifying-Format im Stile des Spiels "Reise nach Jerusalem" könnte ihm dabei durchaus in die Karten spielen. "Das erste Rennen einer Saison ist immer für Überraschungen gut", sagte Hülkenberg hoffnungsvoll: "Alles kann passieren, das haben die letzten Jahre gezeigt. Ich muss mich hier in Position bringen und dann das Beste daraus machen."

Quelle: n-tv.de

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