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Gereizt? Josep Guardiola.
Gereizt? Josep Guardiola.(Foto: imago/ActionPictures)

Maulwurf an "Kicker": "Es kracht": Beim FC Bayern soll es brodeln

Unter dem Motto "Triple - oder nix" befindet sich Josep Guardiola beim FC Bayern auf der Zielgeraden. Doch die Stimmung soll schlecht sein, berichtet der "Kicker". Das Verhältnis zu den Spielern sei gestört, manche seien übergewichtig und unprofessionell - sagt der Trainer.

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Trainer Josep Guardiola droht auf seiner Abschiedstournee den Rückhalt einiger Spieler zu verlieren. Die Stimmung in der Mannschaft des FC Bayern sei "nicht gut", zitiert der "Kicker" einen Profi des deutschen Fußballmeisters, schreibt allerdings nicht, wer das gesagt haben soll. Das mit der schlechten Stimmung jedenfalls habe zum einen damit zu tun, dass sich in jüngster Zeit auffallend viele Münchner verletzt haben; zum andern aber auch mit dem Verhältnis zwischen Guardiola und seinen Team, berichtet das Magazin und beruft sich auf eben jenen nicht genannten Spieler.

Der "Kicker" will außerdem festgestellt haben, dass es im Kader "brodelt" - und zur Explosion kommen könnte, wenn die verletzten Stars zurückkommen. "Wenn alle fit sind, kracht es", soll ein Spieler gesagt haben. Guardiola soll nach einigen Disziplinlosigkeiten mehrerer Profis die Zügel angezogen haben. Seit vergangener Woche dürfen die Spieler an freien Tagen demnach nicht mehr unabgemeldet verreisen. Vor dem Rückrundenstart beim Hamburger SV soll der Spanier zu mehr Professionalität gemahnt und vor versammelter Mannschaft das Übergewicht mehrerer Akteure kritisiert haben.

"Egal, wer es ist, es werden Köpfe rollen"

Intern sei deshalb ein Zapfenstreich diskutiert worden - Ausgang noch offen. Guardiola sieht sich auf der Zielgeraden seiner Bayern-Zeit unter massivem Erfolgszwang - im Sommer verlässt er die Münchner gen England und der Italiener Carlo Ancelotti übernimmt. Unter dem Motto "Triple - oder nix" sieht er selbst offenbar seine im Sommer dreijährige Amtsperiode nur dann als Erfolg, wenn er sie mit dem Champions-League-Sieg krönt. Mangelnde Arbeitsmoral seiner Spieler käme ihm da mehr als nur ungelegen. Die Spieler sollen deshalb in der vergangenen Woche eine Mail erhalten haben, in der sie vom FC Bayern aufgefordert wurden, sich an freien Tagen offiziell abzumelden.

Für Guardiola kommt der angebliche Angriff aus der Mannschaft zur Unzeit, zumal den Trainer die Verletztenmisere schon genug beschäftigt. Nach dem Ausfall von Weltmeister Jérôme Boateng wegen eines Muskelbündelrisses im Adduktorenbereich wurden Fragen nach dem richtigen Training, aber auch nach Reha- und Präventionsmaßnahmen laut. Guardiola wehrt sich vehement gegen die Kritik. Doch Berichte, wonach es im Verhältnis zur medizinischen Abteilung arg knirscht, kann er nicht entkräften.

Im vergangenen Jahr war auch Ärzte-Guru Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt über Guardiola gestolpert. Und nun also eine erneute "Maulwurf-Affäre": Schon zu Beginn seiner Amtszeit im Herbst 2013 hatte sich der Bayern-Trainer damit befassen müssen, dass Spieler aus der Deckung heraus an die Medien gehen und Interna verraten. Dies war bereits in Zeiten von Jupp Heynckes der Fall gewesen. "Egal, wer es ist, es werden Köpfe rollen. Denjenigen schmeiße ich raus! Er wird nie wieder unter mir spielen", hatte Guardiola damals gesagt. Gefunden wurde der Informant nie.

Quelle: n-tv.de

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