Schlechte Weihnachts-Stollen

Fußballer schlitzt Hoden auf

8731917
Stollen können zu gefährlichen Verletzungen führen. (Foto: picture-alliance/ dpa)
28.12.2011 | 12:42 Uhr
Der Bremer Norbert Siegmann schlitzte einmal mit den Stollen seinem Gegenspieler Ewald Lienen den Oberschenkel auf. In der vierten englischen Liga passiert ein ähnlicher Unfall. Der große Unterschied: Das Bein war der Hoden.

Weihnachts-Stollen hatte sich Chris Whelpale vermutlich ganz anders vorgestellt: Der Stürmer des englischen Fußball-Viertligisten Gillingham wurde ausgerechnet am zweiten Festtag von der Fußsohle seines Gegenspielers bei einem harten Tackling mitten im empfindlichsten Körperbereich getroffen. Resultat: Die Stollen schlitzten Whelpales Hodensack regelrecht auf, "Ruptur des Scrotums" lautete die medizinische Diagnose.

"Glauben Sie es oder nicht: Er muss wahrscheinlich mit fünf Stichen in die Hoden genäht werden. Die lagen offen. Eine absolut abscheuliche Angelegenheit", sagte Trainer Andy Hessenthaler nach dem Spielende. Sein Mitgefühl galt auch Whelpales Frau: "Ich glaube, dass sie die nächsten Nächte nicht so glücklich sein wird."

Dass Gillingham letztlich mit 2:1 bei Tabellenführer Crawley Town gewann, dürfte für weder für Whelpale noch für seine Gattin ein angemessener Trost gewesen sein.

Verwendete Quellen: sid