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Mittwoch, 20. September 2017

Augsburg-Pleite mit Geschmäckle: RB-Coach tobt nach "Genital-Geste"

Erst verliert RB Leipzig nach neun Änderungen in der Startelf sein Bundesligaspiel in Augsburg. Dann verliert Trainer Ralph Hasenhüttl die Nerven. Grund ist eine obszöne Geste unter der Gürtellinie des FCA-Profis Daniel Baier, der im Fernsehen überführt wird.

Eine obszöne Geste von Daniel Baier hat beim 1:0-Sieg des FC Augsburg gegen RB Leipzig für Wirbel gesorgt. Der Kapitän des schwäbischen Fußball-Bundesligisten machte während der Partie eine masturbierende Handbewegung, wie auf TV-Bildern deutlich zu sehen war. Die Geste galt offenbar Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl.

Der stürmte nach dem Schlusspfiff zu Baier, stritt mit dem Augsburger Profi und verweigerte diesem schließlich den Handschlag. "Kommentieren oder bewerten" wollte Hasenhüttl die Geste nach dem Spiel nicht, "das sollen andere tun". Er bedauerte aber, dass dem Schiedsrichtergespann Baiers Unflätigkeit entgangen war.

"Der vierte Offizielle hat es nicht gesehen, sonst hätte er wahrscheinlich schon während des Spiels Rot bekommen. Ich habe ihn darauf hingewiesen, mehr kann ich nicht machen", sagte Hasenhüttl. Zu einer möglichen nachträglichen Sperre für Baier sagte der RB-Coach nur: "Davon haben wir nicht viel."

"Mein Gott, es ist ein Fußballspiel"

Der Augsburger Mittelfeldakteur bemühte sich wie sein Verein, die Szene nach Spielende herunterzuspielen. "Mein Gott, es ist ein Fußballspiel. Da gehören Emotionen dazu", sagte der 33-Jährige bei Sky. Hasenhüttl kommentiere "an der Außenlinie jede Situation. Ich habe ihm gesagt, dass er nicht jede Situation kommentieren muss. Ich habe da eine Geste gemacht, was soll ich dazu sagen." Nach dem Spiel sei das für ihn "vergessen". Auf die Frage, ob er nochmal mit Hasenhüttl reden wolle, antwortete Baier: "Er will ja nicht, von daher bringt es nichts."

Augsburgs Trainer Markus Baum mochte die Szene nicht kommentieren. "Ich habe das im Spiel nicht gesehen und muss es mir erst einmal in Ruhe anschauen. Wir werden über das ganze Spiel reden, da gehört die Situation vielleicht auch dazu", sagte Baum: "Aber ich will mich jetzt eher über den Sieg freuen." Durch den Erfolg gegen Leipzig, dem dritten Sieg in Folge, rückte Augsburg mit zehn Punkten vorerst auf Platz drei vor. Besser waren die Augsburger noch nie in eine Bundesligasaison gestartet.

Leipzig liegt nach der zweiten Auswärtsniederlage mit sieben Punkten vorerst auf Rang 8. Für die Partie hatte Coach Hasenhüttl die Startelf im Vergleich zum Wochenende auf neun Positionen verändert. Bei Leipzig standen im Vergleich mit dem vergangenen Spiel gegen  Borussia Mönchengladbach (2:2) nur Kevin Kampl und Torjäger Timo Werner erneut in der Startelf. Dafür feierte unter anderem Torwart Yvon Mvogo sein Bundesligadebüt. Der Schweizer hatte nach 90 Sekunden Glück, dass Augsburgs Michael Gregoritsch nach einer zu kurzen Abwehr den Ball neben das Tor setzte. Wenig später nutzte der FCA die Konfusion in der neu formierten Leipziger Defensive aber eiskalt aus. Gregoritsch schob in der 4. Minute aus wenigen Metern ein - es sollte das Siegtor sein.

Quelle: n-tv.de

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