(Foto: dpa)
Dienstag, 03. November 2009
23 Fans festgenommen: Randale in Rostock
Nach dem Spiel des FC Hansa Rostock gegen den FC St. Pauli ist es am Montagabend zu Auseinandersetzungen zwischen randalierenden Fußballfans und der Polizei gekommen. Als etwa 500 Fans von Hansa Rostock eine Sperre durchbrechen wollten, setzte die Polizei Wasserwerfer ein. Steine flogen, einige Randalierer wurden in Gewahrsam genommen.
Wie die Polizei in Rostock weiter berichtete, war es bereits kurz nach der Ankunft der St. Pauli-Fans gegen 18.15 Uhr auf dem Weg ins Stadion zu den ersten Ausschreitungen gekommen. Einige Fans hatten trotz eines Großaufgebotes der Polizei mit rund 1500 Einsatzkräften Flaschen und Feuerwerkskörper auf Anhänger von Hansa Rostock geworfen. Im weiteren Verlauf des Abends habe es dann immer wieder zu kleineren Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der rivalisierenden Zweitligisten gegeben.
23 Fans von Hansa Rostock wurden laut Polizei im Laufe des Abends in Polizeigewahrsam genommen. Ihnen werde Landfriedensbruch vorgeworfen. 27 Polizisten seien leicht verletzt worden. Knapp zwei Stunden nach Spielende hatte sich die Lage beruhigt, die zwei Sonderzüge mit rund 1400 friedlichen St.-Pauli-Fans verließen die Hansestadt.
Schon nach der Führung der Hamburger waren im St.-Pauli-Block Feuerwerkskörper abgebrannt worden. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) unterbrach die Partie für drei Minuten. Das Spiel endete mit einer 0:2 Niederlage für die Rostocker. Bereits bei den Spielen beider Mannschaften in der vergangenen Saison war es zu schweren Ausschreitungen gekommen.
Freiberg: Klubs müssen mehr tun
Konrad Freiberg, Chef der Gewerkschaft der Polizei, nahm gegenüber n-tv die Vereine in die Pflicht und forderte Stadionverbote: "Das sind ihre Fans. Man kennt sich untereinander meist, das muss ich ganz deutlich sagen. Deswegen muss man dann auch den Fans sagen: Wer Randale macht, hat im Fußball nichts zu suchen, ganz ausdrücklich. Dort müssten Stadionverbote ausgesprochen werden, es muss auch deutlich gemacht werden in einem Spiel, wo Feuerwerkskörper fallen, dass dann das Spiel unterbrochen wird und gar das Spiel abgesagt wird. Es geht nicht an, dass wir diese Randale weiter akzeptieren."
dpa
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