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Löw: "Sieht nicht sehr positiv aus": Schweinsteiger fällt für DFB-Klassiker aus

Kaum ist der Kapitän zurück beim DFB-Team, geht er schon wieder über Bord: Im ersten Teamtraining des EM-Jahrs 2016 zieht sich Bastian Schweinsteiger eine Bänderverletzung im Knie zu. Für den suspendierten Max Kruse ist der EM-Zug noch nicht abgefahren.

Neue Sorgen um Bastian Schweinsteiger: Der Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft hat sich im Training am Dienstag am rechten Knie verletzt und fehlte bei der Einheit am Mittwochmorgen ebenso wie Mesut Özil und Karim Bellarabi. Schweinsteiger werde sich im Tagesverlauf einer Kernspinuntersuchung in der Praxis von Nationalmannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München unterziehen, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit.

Kapitän als Sorgenkind: Schweinsteiger steht Löw zum Start ins EM-Jahr 2016 nicht zur Verfügung.
Kapitän als Sorgenkind: Schweinsteiger steht Löw zum Start ins EM-Jahr 2016 nicht zur Verfügung.(Foto: dpa)

"Es sieht im Moment sicherlich nicht sehr positiv aus", sagte Bundestrainer Joachim Löw. Das Innenband im rechten Knie sei "mindestens angerissen" sein, berichtete Löw und klargestellt: "Für die beiden Spiele gegen England und Italien fällt er natürlich aus." Wenig später teilte der DFB mit, der Mittelfeldspieler habe einen Innenbandteilriss im rechten Knie erlitten.

17. Mai wird Löws EM-Stichtag

Bundestrainer Joachim Löw wird am 17. Mai seinen vorläufigen Kader für die Endrunde der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) benennen. Aller Voraussicht nach wird Löw 26 bis 28 Profis nominieren, die dann am 23. Mai mit ins Trainingslager nach Ascona (bis 3. Juni) reisen. Am 30. Mai (bis 23.59 Uhr) muss der Bundestrainer dann bei der Uefa seinen endgültigen 23-köpfigen Kader für das Turnier benennen.

Schweinsteiger habe sich laut Löw "am Ende des Trainings ohne Fremdeinwirkung bei einem Pass verletzt". Wie lange er ausfallen wird, "kann ich im Moment noch nicht beurteilen." Özil und Bellarabi sollen hingegen am Donnerstag ins Training zurückkehren. Auch der angeschlagene Julian Draxler, der am Mittwoch nur Lauftraining absolvierte, soll dann voll mit der Mannschaft trainieren.

Schweinsteiger hatte bei seinem Klub Manchester United nach zweimonatiger Verletzungspause erst Mitte März sein Comeback gegeben. Özil und Bellarabi blieben zur Behandlung im Teamhotel. Özil hatte im Spiel des FC Arsenal beim FC Everton am Samstag einen Schlag auf den linken Knöchel bekommen, der Leverkusener Bellarabi hatte in der Partie beim VfB Stuttgart am Sonntag eine Prellung am rechten Fuß erlitten.

Trotz seiner Reservistenrolle in München ist Mario Götze für die EM gesetzt.
Trotz seiner Reservistenrolle in München ist Mario Götze für die EM gesetzt.(Foto: dpa)

Ein weiteres DFB-Sorgenkind ist Mario Götze - allerdings nicht wegen Blessuren, sondern wegen seiner Reservistenrolle beim FC Bayern. Löw kündigte an, am Rande der anstehenden Fußball-Länderspiele gegen England und Italien ein Gespräch über die Zukunft des Weltmeisters zu führen. "Ich will in aller Ruhe mit ihm sprechen, wie seine Situation aussieht», kündigte Löw an. Götzes Vertrag beim FC Bayern München endet am 30. Juni 2017. Auch über eine mögliche Rückkehr zu Borussia Dortmund wird gerade spekuliert. "Im Moment würde ich ihm keinen Tipp geben", sagte Löw. Es müsse aber eine Lösung für die Zukunft gefunden werden. "Ich werde auf ihn bei der EM zählen", betonte der Bundestrainer erneut.

Hintertürchen für Kruse

Der vorerst suspendierte Max Kruse kann laut Löw noch auf eine Teilnahme an der EM in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) hoffen. "Ich war der Meinung, dass er einen Denkzettel braucht. Es war jetzt aber für die beiden Spiele, es soll nicht gleichbedeutend sein mit dem Aus für die EM", sagte der Bundestrainer: "Vielleicht lernt er ja was aus dieser Lektion."

Kruse war aus disziplinarischen Gründen nach der Nominierung aus dem Kader gestrichen worden. "Ich werde weiterhin beobachten, was auf und neben dem Platz passiert, wie bei allen anderen auch. Im Moment war es so, dass ich das nicht akzeptieren kann", erklärte Löw weiter. Er habe ihm in einem Gespräch nahegelegt, über seine professionelle Einstellung nachzudenken, wenn danach wieder etwas passiere, sei das nicht akzeptabel.

Quelle: n-tv.de

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