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Wohin soll's gehen? Noch hat Guardiola nichts verraten.
Wohin soll's gehen? Noch hat Guardiola nichts verraten.(Foto: picture alliance / dpa)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: Will ManUnited Guardiola holen?

Der "ewige" Miroslav Klose könnte über den Sommer hinaus kicken. Derweil darf der deutsche Torhüter Marc-André ter Stegen beim FC Barcelona mal wieder spielen. Gefeiert wird aber ein Teamkollege - und ein anderer bestraft. Bremen wildert in London.

Bei den Spekulationen um die Zukunft von Bayern-Trainer Pep Guardiola soll nun auch der englische Fußball-Rekordmeister Manchester United eine Rolle spielen. Wie die französische Sporttageszeitung "L'Equipe" berichtet, habe sich der Starcoach in der vergangenen Woche mit den Verantwortlichen der Red Devils in Paris getroffen haben. Demnach soll das Treffen im Hotel Bristol stattgefunden haben.

Bislang war immer über einen Wechsel des Katalanen zu United-Stadtrivale Manchester City spekuliert worden. Der Coach beendet bei den Münchnern zum Saisonende nach drei Jahren sein Engagement, danach will er in England tätig sein. Bei United besitzt der frühere Bayern-Coach Louis van Gaal noch einen Vertrag bis 2017. Allerdings steht der Niederländer angesichts einer bislang enttäuschenden Saison - in der Champions League schied der Club nach einem 2:3 beim VfL Wolfsburg aus - stark in der Kritik.

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Liverpool bietet 32 Mio. für Brasilianer

15 Tore in der ukrainischen Liga, 3 in der Champions League: Alex Teixeira hat in dieser Saison bereits reichlich Treffer für Schachtjor Donezk produziert.
15 Tore in der ukrainischen Liga, 3 in der Champions League: Alex Teixeira hat in dieser Saison bereits reichlich Treffer für Schachtjor Donezk produziert.(Foto: dpa)

Es stimmt, der FC Liverpool von Jürgen Klopp kann einfach keine Standards verteidigen. Ecke für den Gegner oder ein Freistoß in Strafraumnähe führt viel zu oft zu Gegentoren für die "Reds". Das ist für sich allein genommen schon ärgerlich, wird aber dadurch noch ärgerlicher, dass Liverpool selbst zu wenige Tore schießt. In 22 Ligaspielen waren es gerade einmal 25 Treffer, eine sehr bescheidene Ausbeute - die Klopp und Klub nun auf dem Transfermarkt aktiv werden lässt. Dort bemühen sich die Liverpooler intensiv um den Brasilianer Alex Teixeira von Schachtjor Donezk, sie sollen mit dem ukrainischen Spitzenklub bereits in Verhandlungen stehen.

Problem dabei: Mit den 32 Millionen Euro, die Liverpool für den 26-jährigen Torjäger bietet, liegen die Engländer schlanke 18 Millionen Euro unter den Vorstellungen von Donezk. Das hätte gern 50 Millionen Euro, um sich über den Verlust seiner brasilianischen Torgarantie hinwegzutrösten. In den verletzungsgeplagten Liverpool-Kader würde Teixeira jedenfalls perfekt passen. Derzeit plagt ihn ein Problem mit der Oberschenkelmuskulatur, der "Hamstring" zwickt. Klopp dürfte das süffisant zur Kenntnis nehmen. "Hamstring" hatte er erst kürzlich zu seinem "Scheißwort" des Jahres erklärt. (cwo)

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FC Bayern rutscht in der Geldrangliste ab

Der unumstrittene deutsche Branchenführer FC Bayern hat in der Geldrangliste des internationalen Fußballs an Boden verloren. In der "Money League" des Wirtschaftsberatungskonzerns Deloitte nach Auswertung des Geschäftsjahres 2014/15 fiel München mit einem mutmaßlichen Umsatz von 474 Millionen Euro (Vorjahr: 487,5 Millionen Euro) vom dritten auf den fünften Rang zurück. Zum elften Mal in Folge an der Spitze steht der spanische Renommierverein Real Madrid mit 577 Millionen Euro (549,5). Ebenfalls noch vor den Bayern, die selbst in ihrer offiziellen Bilanz für die vergangene Saison einen Umsatz von 523,7 Millionen Euro angaben, rangieren Triple-Gewinner FC Barcelona (560,8), der englische Rekordmeister Manchester United (519,5) und Frankreichs Champion Paris St. Germain (480,8).

Aus der Bundesliga stehen wie im Vorjahr neben den Bayern nur noch Borussia Dortmund weiter als Elfter (280,6) und zwei Positionen dahinter Schalke 04 (219,7/Vorjahr: 14.) unter den Top 20. Englands finanzstarke Premier League hingegen ist zum ersten Mal sogar mit gleich neun Klubs im Elitekreis vertreten. (cwo)

 

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Barcelona-Star zu Haftstrafe verurteilt

Ins Gefängnis muss Javier Mascherano trotz Haftstrafe wohl nicht. Offen ist, ob er künftig als vorbestraft gilt.
Ins Gefängnis muss Javier Mascherano trotz Haftstrafe wohl nicht. Offen ist, ob er künftig als vorbestraft gilt.(Foto: AP)

Der argentinische Fußballnationalspieler Javier Mascherano vom FC Barcelona ist wegen Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe von einem Jahr und einer Geldbuße von 815.000 Euro verurteilt worden. Mit der Entscheidung akzeptierte ein Gericht in Barcelona ein Übereinkommen, auf das die Anwälte des Abwehrspielers sich mit der Staatsanwaltschaft und dem Finanzamt verständigt hatten. Haftstrafen von weniger als zwei Jahren werden in Spanien üblicherweise zur Bewährung ausgesetzt, solange keine Vorstrafen vorliegen. Die Anwälte Mascheranos stellten den Antrag, die Haftstrafe durch eine Geldbuße von 21.600 Euro zu ersetzen. Dies hätte zur Folge, dass sie aus dem Vorstrafenregister verschwände.  Das Gericht verschob die Entscheidung darüber. Mascherano hatte vor Gericht eingeräumt, in den Jahren 2011 und 2012 rund 1,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen zu haben. Er zahlte die Summe im September 2015 mit den fälligen Zinsen nach. (cwo)

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Bremen bedient sich beim FC Chelsea

Um die Flut von Gegentreffern an der Weser einzudämmen, setzt Bremens Coach Viktor Skripnik in der Rückrunde nicht auf kleinere Tore - sondern auf eine Verstärkung für die Abwehr.
Um die Flut von Gegentreffern an der Weser einzudämmen, setzt Bremens Coach Viktor Skripnik in der Rückrunde nicht auf kleinere Tore - sondern auf eine Verstärkung für die Abwehr.(Foto: imago/nph)

Mit Leihspielern vom FC Chelsea hat Werder Bremen in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht, Stichwort Claudio Pizarro und Kevin De Bruyne. Nun leiht der abstiegsbedrohte Bundesligist erneut einen "Blues"-Profi aus, diesmal allerdings für die Abwehr: Der senegalesische Nationalspieler Papy Djilobodji kommt bis zum Sommer 2016 an die Weser, um die anfällige Bremer Defensive verstärken. "Wir sind sehr froh, dass wir nach dem kurzfristigen Abgang von Assani Lukimya so schnell einen Nachfolger präsentieren können", wird Bremens Geschäftsführer Thomas Eichin in einer Pressemitteilung vom Donnerstag zitiert.

Laut Medienberichten soll die Ausleihgebühr für den Innenverteidiger rund 400.000 Euro betragen. Bereits am Sonntag könnte der 27-Jährige zum Rückrunden-Auftakt beim FC Schalke 04 sein Debüt im Werder-Trikot geben. Djilobodji wechselte erst im Sommer 2015 für knapp 3,5 Millionen Euro vom FC Nantes zum FC Chelsea. Allerdings kam der Profi bei den Londonern nur für eine Minute im Ligapokal in Walsall zum Einsatz. (cwo)

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Spanien feiert ein neues Barça-"Phänomen"

Sergi Roberto ist Barcelonas neue Allzweckwaffe.
Sergi Roberto ist Barcelonas neue Allzweckwaffe.(Foto: imago/Agencia EFE)

Er ist kein Superstürmer, kein Mittelfeldstratege, kein umsichtiger Abräumer in der Abwehr. Trotzdem ist Sergi Roberto vom FC Barcelona ein Phänomen, denn er spielt beim Triple-Sieger auf fast allen möglichen Positionen - und immer gehört er zu den Besten. Beim 2:1-Sieg der Katalanen am Mittwoch bei Athletic Bilbao setzte Trainer Luis Enrique den 23-Jährigen erstmals als linken Verteidiger ein. "Nach einer kurzen Probe im Training spielte er so, als hätte er sein Leben lang auf dieser Position agiert", konstatierte die Zeitung "El Periódico". Sergi Roberto ist beim Champions-League-Sieger die Entdeckung der Saison. Eigentlich hatte er im Mittelfeld den Spielmacher Xavi beerben sollen. "Er macht alles richtig, vollbringt aber nichts Außergewöhnliches", bemängelte sein Ex-Trainer Gerardo Martino.

Seinen Durchbruch erlebte Sergi Roberto zu Beginn dieser Saison, als er überraschend den Rechtsverteidiger Dani Alves ersetzen musste. Seither kickte das Barça-Talent mal in der Abwehr, mal im Mittelfeld und mal im Angriff - insgesamt auf sieben verschiedenen Positionen. Und immer mit Erfolg. "Er ist in seiner Leistung explodiert, aber der Ort der Explosion lässt sich nicht bestimmen", witzelte "El País". Sein Trainer traut ihm noch viel zu. "Er wird in den nächsten Jahren eine Säule der Mannschaft sein", meinte Luis Enrique. Sergi Roberto bleibt bescheiden: "Ich will spielen und der Mannschaft helfen." (cwo)

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Frankfurt blockiert "tödlichen" Wechsel

Frankfurt-Coach Armin Veh plant in der Rückrunde mit Innenverteidiger Carlos Zambrano.
Frankfurt-Coach Armin Veh plant in der Rückrunde mit Innenverteidiger Carlos Zambrano.(Foto: imago/Jan Huebner)

Eintracht Frankfurt lässt seinen Verteidiger Carlos Zambrano nicht zum Ligarivalen FC Schalke 04 ziehen. "Das machen wir nicht. Das wäre ja tödlich", sagte Trainer Armin Veh mehreren Frankfurter Zeitungen. "Carlos hat uns hoch und heilig versprochen, dass er da bleibt - zumindest bis zum Sommer. Und dann ist das auch so." Laut Bericht der "Bild"-Zeitung haben die Schalker den 26 Jahre alten Peruaner als Ersatz für ihren verletzten Kapitän Benedikt Höwedes im Auge. Zambrano spielte von 2006 bis 2010 schon einmal in der Jugend und als Nachwuchsprofi für S04.

Bei der Eintracht war der Abwehrspieler am Mittwoch zum ersten Mal nach seiner Oberschenkelverletzung wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Laut Veh ist er sogar schon ein Kandidat für einen Einsatz beim Rückrunden-Auftakt am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg. (cwo)

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Barça siegt mit ter Stegen, Hawk Eye in Rom

Mit dem FC Barcelona auf einem guten Weg: Marc-André ter Stegen.
Mit dem FC Barcelona auf einem guten Weg: Marc-André ter Stegen.(Foto: imago/Marca)

Ohne den deutschen Nationalspieler Sami Khedira, der sich ausruhen durfte, hat Juventus Turin das Halbfinale im italienischen Pokal erreicht. Beim Vorjahresfinalisten Lazio Rom gewann der Titelverteidiger mit 1:0 (0:0). Beim Siegtreffer des Schweizer Nationalspielers Stephan Lichtsteiner (66.) kam die Torlinien-Technik Hawk Eye zum Einsatz. Nach einem Pfostenschuss von Simone Zaza hatte Lichtsteiner volley abgezogen, Lazios Torhüter Etrit Berisha bekam die Hand erst Zentimeter hinter der Linie an den Ball. Im Halbfinale trifft Juve nun auf Inter Mailand, das sich gegen den SSC Neapel durchgesetzt hatte.

Derweil hat sich der deutsche Torhüter Marc-André ter Stegen mit dem FC Barcelona im Viertelfinale des spanischen Pokals eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Im Hinspiel siegte der Titelverteidiger mit ter Stegen in der Startelf bei Athletic Bilbao mit 2:1 (2:0). Im zweiten Spiel des Abends kam Atlético Madrid bei Celta Vigo nicht über ein 0:0 hinaus. Die Treffer für Barcelona erzielten Munir El Haddadi (18.) und Neymar (24.), Aritz Aduriz (89.) glückte nur noch der Anschluss. Barça strebt in dieser Saison den 28. Triumph in der Copa del Rey an. Die Viertelfinal-Rückspiele werden am kommenden Mittwoch ausgetragen.

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Klose: "Nur die Frage, wohin es geht"

"Ich lasse alles auf mich zukommen": Miroslav Klose.
"Ich lasse alles auf mich zukommen": Miroslav Klose.(Foto: imago/Insidefoto)

Er ist Weltmeister, Rekordtorschütze des DFB und 37 Jahre alt - aber an Aufhören denkt Miroslav Klose noch nicht. "Die Frage ist ja bei mir, dass ich leider noch kann, es ist nur die Frage wo es für mich hingeht", sagte der 37 Jahre alte DFB-Rekordtorschütze der Deutschen Presse-Agentur. "Viele Türen stehen offen und dann muss ich letztendlich alleine entscheiden." Der Angreifer spielt seit 2011 für Lazio Rom in der Serie A, im Sommer läuft sein Vertrag aus. Zuletzt hatten italienische Medien berichtete, Klose habe entschieden, danach als Trainer zu arbeiten.

"Das ist alles noch Spekulation, ich habe noch überhaupt nicht entschieden, was ich mache. Ich lasse alles auf mich zukommen und wir werden das wie immer mit der Familie besprechen und dann eine Entscheidung treffen." Der 137-malige Nationalspieler, der seine DFB-Karriere nach dem Titelgewinn bei der WM 2014 beendet hatte, kommt in dieser Saison bei Lazio auch wegen mehrerer Verletzungen nicht in Schwung. Bei der 0:1-Niederlage im Pokal-Viertelfinale gegen Juventus Turin am Mittwoch spielte Klose erstmals in diesem Jahr wieder von Beginn an. Auf seinen ersten Saisontreffer wartet der Torjäger aber weiter. (sgi)

Quelle: n-tv.de

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