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Die Nordkoreanerin Hong Un-Jong und Lee Eun-Ju aus Südkorea kümmern sich wenig um den Konflikt in ihrer Heimat.
Die Nordkoreanerin Hong Un-Jong und Lee Eun-Ju aus Südkorea kümmern sich wenig um den Konflikt in ihrer Heimat.(Foto: REUTERS)
Dienstag, 09. August 2016

Nord- und Südkoreanerin vereint: Olympia-Selfie überwindet verhasste Grenze

Es ist ein besonderes Bekenntnis zur olympischen Idee: Am Rande der Turnwettbewerbe in Rio machen die Südkoreanerin Lee Eun-Ju und die Nordkoreanerin Hong Un-Jong ein gemeinsames Selfie - und setzen sich damit über die Feindschaft ihrer Heimatländer hinweg.

Die Beziehungen zwischen Nord-und Südkorea als eisig zu bezeichnen, kann man getrost als Untertreibung abtun. Seit über 60 Jahren sind die beiden ostasiatischen Länder bis aufs Blut verfeindet, der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-Un droht gar regelmäßig mit einem Atomkrieg. Dass es auch anders gehen kann, stellen nun eine süd- und eine nordkoreanische Athletin eindrucksvoll unter Beweis: Bei den olympischen Spielen in Rio de Janeiro machen sie ein gemeinsames Selfie, das die Feindschaft der beiden Staaten kurzzeitig vergessen lässt.

Es ist ein kurzer Augenblick, den die beiden Kunstturnerinnen Lee Eun-Ju aus Südkorea und Hong Un-Jong aus dem Norden am Rande der Wettbewerbe für sich und ihre Botschaft zu nutzen wissen: Während des Trainings zückt die erst 17-jährige Lee ihr Smartphone und macht mit der anderen Hand das Friedenszeichen - die 27-jährige Hong lächelt neben ihr mit in die Kamera.

Das Selfie ist möglicherweise nicht nur das Foto der Sommerspiele von Rio. Es ist zudem ein besonderes Bekenntnis zur olympischen Idee. Inmitten der Feindschaft ihrer Heimatländer setzen die Koreanerinnen ein Zeichen für den Frieden und die Völkerverständigung - und werden in den sozialen Netzwerken entsprechend gefeiert.

Quelle: n-tv.de

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