Montag, 25. Oktober 2010
Firefox-Fehler entdeckt: 12-Jähriger bekommt 3000 Dollar
Die Mozilla-Foundation lässt sich die Fehlersuche etwas kosten: 3000 Dollar bekommen Sicherheitsexperten, wenn sie eine kritische Lücke im Firefox entdecken. Jetzt hat ein Zwölfjähriger die Chance genutzt, sein Taschengeld auf diese Weise aufzustocken. Zehn Tage lang setzte sich Alexander Miller jeweils für 90 Minuten an den Rechner, um nach Problemen im Browser zu suchen. In der JavaScript-Funktion "document.write" wurde er schließlich fündig. Bei sehr langen Zeichenketten kam es zu Pufferüberläufen, der vorgesehene Speicherbereich war also überfüllt. Kriminelle könnten das nutzen, um Codes einzuschleusen. Firefox hat das Problem in der jüngst veröffentlichten Version 3.6.11 behoben.
Der Siebtklässler Miller hatte zunächst auch einen anderen Fehler gefunden, der aber nicht den Kriterien der Mozilla-Foundation entsprach. Daraufhin setzte er die Suche fort – immer die Belohnung vor Augen. Erst vor kurzem hat Mozilla die branchenübliche Prämie von 500 Dollar auf 3000 Dollar aufgestockt. Das habe ihn angespornt, sagte der jugendliche IT-Autodidakt. Ein Teil der Belohnung will er übrigens für einen neuen Computer ausgeben.
ino
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