Technik

Malware-Industrie boomt22 Mio. neue Schädlinge

20.01.2010, 14:59 Uhr

Das Geschäft muss sich lohnen: Im vergangenen Jahr produzierten Cyberkriminelle über 22 Millionen neue Schädlingen - so viele wie noch nie zuvor.

Computerviren
(Foto: Panda Security)

Im vergangenen Jahr gab es 55 Prozent mehr Malware als 2008. Cyberkriminelle produzierten über 22 Millionen neue Computerschädlinge. Laut Sicherheitsanbieter Panda Security ist das der größte jemals registrierte Zuwachs. Insgesamt tummeln sich jetzt rund 40 Millionen Schädlinge im Internet.

Der wichtigste Verbreitungsweg für Malware ist immer noch der E-Mail-Verkehr. 92 Prozent aller Nachrichten sind verseuchte Spam-Mails. Panda registrierte aber auch eine deutliche Zunahme an Angriffen über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder YouTube.

Die kriminellen Programmierer versuchen auch immer öfter (Google-) Suchergebnisse zu manipulieren, um Nutzer auf gefälschte und infizierte Seiten zu locken. Experten nennen dies "Blackhat SEO Attacken". Im April 2009 hat es laut Pandas Jahresreport eine besonders groß angelegte Attacke gegeben. Autofahrer, die nach "Ford" googelten, liefen Gefahr, einen von rund einer Millionen manipulierten Links anzuklicken.

Medien-Star Conficker

Panda hat ermittelt, dass derzeit 66 Prozent der entdeckten Schädlinge Trojaner sind. Auf Platz 2 folgen mit 18 Prozent die lästigen Werber und Schnüffler der Adware-Gruppe. Viren, Würmer und andere Malware kommen zusammen nur auf 16 Prozent. Der Conficker-Wurm habe zwwar viel Aufmerksamkeit bei Medien und Nutzern gefunden, schreiben die Sicherheitsexperten. Wie die Statistik zeige, gehe aber viel mehr Gefahr von den scheinbar unspektakulären Schädlingen aus.

Quelle: kwe