Technik

Steve Jobs hatte recht: Adobe beerdigt mobiles Flash

Was Steve Jobs im Frühjahr 2010 prophezeite, wird jetzt war: Adobe sieht ein, dass seine Multimedia-Plattform Flash auf Smartphones und Tablets keine Zukunft hat und kündigt an, die Entwicklung der mobilen Version ab sofort einzustellen. Das Unternehmen will sich stattdessen auf die App-Entwicklung und den neuen Web-Standard HTML5 konzentrieren.

Die Empörung bei Adobe war groß, als der verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs im April 2010 in einem offenen Brief seine Gründe nannte, warum Flash - zumindest auf mobilen Geräten - keine Zukunft habe. Es sei unsicher, ressourcenfressend und alles andere als ein offenes System, schrieb er. Und angesichts des neuen Web-Standards HTML5 sei eine eigene Plattform für multimediale Inhalte überflüssig.

(Foto: Adobe)

Jobs war mit dieser Ansicht nicht alleine: "Heute ist das Internet noch von Flash abhängig", sagte Operas Produkt-Analyst Phillip Groevold damals. Ohne Flash könne Opera seinen Kunden derzeit nicht alle Möglichkeiten eröffnen, die das Internet heutzutage zu bieten habe. Daher führe zumindest in den nächsten 18 Monaten an der Technologie kein Weg vorbei.

Groenvold lag goldrichtig. Denn fast exakt eineinhalb Jahre nach seiner Aussage stellt Adobe jetzt laut "ZDNet" die Entwicklung des mobilen Flash ein. Dem Tech-Magazin wurde eine Bekanntmachung zugespielt, die Adobe offenbar in Kürze veröffentlichen wird. Man werde keine weiteren Flash Player für mobile Geräte, Browser oder Betriebssysteme veröffentlichen, heißt es darin.

Die Zukunft gehört HTML5

Die aktuellen Versionen für Android und Blackberry Playbooks würden aber weiter mit Sicherheits-Updates und Fehlerkorrekturen unterstützt. In Zukunft setzt das US-Unternehmen auf die Entwicklung von Apps (AIR) und den von Jobs favorisierten neuen Webstandard HTML5, der Multimedia-Inhalte auch ohne zusätzlichen (Flash) Player abspielen kann. Lizenz-Inhabern stehe es aber frei, ihre eigenen Flash Player weiterzuentwickeln, teilt Adobe mit.

Adobes neue Geschäftspolitik bekommen zuerst die Angestellten zu spüren. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, entlässt das Unternehmen, das vor allem durch sein Bildbearbeitungs-Programm Photoshop und PDF-Software bekannt ist, 750 Mitarbeiter.

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Quelle: n-tv.de

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