Dienstag, 19. Januar 2010
Neues Lust-Objekt für Jobs-Jünger: Apple will iSlate zeigen
Die Spannung steigt - nicht nur bei Apple-Jüngern, sondern in der gesamten Technologiebranche: Für den 27. Januar hat der Technologiekonzern zur Produktpräsentation geladen. Gemeinhin wird damit gerechnet, dass Apple einen neuen Tablet-PC einführt. Eine offizielle Bestätigung dafür fehlt allerdings. Bereits im September - beim ersten öffentlichen Auftritt von Apple-Chef Steve Jobs nach langer Krankheit - war auf die Vorstellung eines multimedialen Flachbildschirmgeräts mit berührungsempfindlichem Bildschirm spekuliert worden. Doch Apple enttäuschte seine Fans. Seit Anfang des Jahres verdichten sich aber die gezielt gestreuten Informationen.
Spätestens seit der kürzlich abgehaltenen Elektronikmesse CES ist offensichtlich, dass die Tablet-Konkurrenz groß sein wird. Hewlett-Packard, Microsoft, Dell, Motorola und
Lenovo gehören zu den Konzernen, die bereits Modelle vorgestellt haben. Ab wann der Zwitter aus Laptop und elektronischem Lesegerät in den Läden zu haben ist, ist noch offen. Der größte Softwarekonzern der Welt, Microsoft, enttäuschte allerdings mit der Präsentation seines neuen Multimedia-Gerätes mit Touchscreen. Angesichts der wenigen Innovationen beim Microsoft-Tablet im Vergleich zu den Möglichkeiten herkömmlicher Smartphones oder Netbooks reagierten die Anleger mehr als verschnupft.
"Newton" war ein Reinfall
Apple ist dies schon lange nicht mehr passiert. iPod wie auch iPhone haben Technik, Design und Benutzerfreundlichkeit zur Begeisterung der meisten Kunden zusammengeführt. Ausgerechnet mit einem Tablet-PC ist Apple aber schon einmal ein gefloppt: Dem "Newton" war zu Beginn der 90er Jahre kein Erfolg beschieden.
Der neue Tablet, der höchstwahrscheinlich unter dem Namen "iSlate" vermarktet wird, soll diesen Kratzer im Image polieren. Laut dem "Wall Street Journal" soll es über einen 25 x 27,5 Zentimeter großen Touchscreen-Bildschirm verfügen.
Apple macht immer ein großes Geheimnis aus seinen neuen Geräten. Die Spannung hat sich daher so weit aufgebaut, dass Analysten, Anleger und Technikfreunde nur mit einer absoluten Innovation zufrieden sein werden. Wohl und Wehe des Apple-Tablets liegen bereits jetzt nah beieinander. Einige Analysten jedenfalls zweifeln daran, dass die tragbaren Laptops mit Touchscreen einen Markt verändern können, der bereits von Netbooks, E-Readern und Smartphones geflutet wird.
rts
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