Technik
Die Cebit zieht als weltgrößte IT-Messe wohl rund 230.000 Besucher an.
Die Cebit zieht als weltgrößte IT-Messe wohl rund 230.000 Besucher an.(Foto: picture alliance / dpa)

Von der Fritzbox bis zum Billig-Smartphone: CeBIT-Neuheiten im Preisvergleich

Für die IT-Branche ist die CeBIT das Messe-Highlight des Jahres, die breite Öffentlichkeit bleibt in diesem Jahr aber draußen, Publikumstage gibt es nicht. Das bedeutet aber nicht, dass es für Privatkunden nichts Interessantes zu sehen gäbe.

Rund 230.000 Besucher werden sich bis Freitag durch die Messehallen in Hannover drängen. Die meisten von ihnen sind IT-Profis, denn erstmals öffnet die CeBIT nur für Fachbesucher. Die Trends in Sachen Smartphones, Camcorder oder Heimelektronik spielen hier nur eine Nebenrolle. Dennoch gibt es natürlich auch diesmal diverse Produktneuheiten, für die sich auch Privatkunden interessieren könnten. Das Vergleichsportal Günstiger.de hat sich ein paar von ihnen genauer angesehen.

Neue Fritzbox ist glasfasertauglich

Auch in diesem Jahr stehen unter anderem Konnektivität und Heimvernetzung im Fokus der CeBIT. Kaum noch wegzudenken ist in diesem Zusammenhang AVM mit seinen Fritzbox-Produkten. In Hannover präsentiert der Hersteller unter anderem sein neues 4080er-Modell mit FTTH-Glasfaseranschlüssen (Fiber to the Home). Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde soll die Fritzbox 4080 erreichen. Zur weiteren Ausstattung gehören zwei analoge Telefonanschlüsse, ein integrierter ISDN-Port, die DECT-Station und zwei USB-3.0-Steckplätze. Händlerangebote für die Fritz!Box 4080 gibt es derzeit noch keine, auch mit einer unverbindlichen Preisempfehlung ist wohl erst im zweiten Halbjahr zu rechnen, wenn der glasfasertaugliche Router auf dem Markt kommt. Die derzeit günstigste Fritzbox Fon WLAN 7330 bekommt man ab 108 Euro, das Spitzenmodell AVM Fritzbox 7490 ist ab 230 Euro zu haben.

Samsungs schlankes Fitnessarmband

Die Gear Fit hatte Samsung schon beim Mobile World Congress in Barcelona im Gepäck.
Die Gear Fit hatte Samsung schon beim Mobile World Congress in Barcelona im Gepäck.(Foto: picture alliance / dpa)

Smartwatches, Aktivitäts-Tracker oder Datenbrillen – all das fällt unter den Bereich der Wearable-Technik, und die ist auf der Cebit ebenfalls vertreten. Samsung beispielsweise hat das Fitnessarmband Gear Fit mitgebracht. Dessen schmales 1,84 Zoll großes Super Amoled-Display ist leicht gebogen und schmiegt sich somit gut ans Handgelenk. Das muss es auch, denn der integrierte Pulsmesser funktioniert nicht, wenn das Armband zu locker sitzt. An Bord sind unter anderem auch ein Schrittzähler und ein Beschleunigungssensor. Samsung wird außerdem einige Apps anbieten, etwa um Trainingspläne zu erstellen. Das Display zeigt nicht nur Uhrzeit und Bewegungsdaten an, sondern auch Benachrichtigungen oder Mails, die auf dem Smartphone eintreffen. Das funktioniert aber nur mit Geräten aus der Galaxy-Serie. Wen das nicht schreckt, der bekommt das Gear Fit derzeit ab rund 220 Euro.  

Nokias Surface-Alternative

Auf dem Mobile World Congress präsentierte Nokia kürzlich modifizierte Android-Smartphones. Zur Cebit haben die Finnen unter anderem das auf Windows 8 RT basierende Lumia 2520 mitgebracht. Das 10,1-Zoll-Tablet löst in Full-HD-Qualität auf und ist entweder in Mattschwarz oder glänzendem Rot erhältlich. Wie Microsofts Surface 2 verfügt auch das Lumia über zwei Gigabyte Arbeitsspeicher. Anders als beim Surface gibt es aber keine 64-Gigabyte-Version. Allerdings kann der interne Flash-Speicher per microSD-Karte um zusätzliche 32 Gigabyte erweitert werden. Fotografieren lässt sich mit dem Tablet wahlweise über die 6,7-Megapixel-Rückkamera oder die 1,2-Megapixel-Frontkamera. Als Zubehör bietet Nokia eine Keyboard-Hülle an, die über Volltastatur und Touchpad verfügt und die Akkulaufzeit um bis zu fünf Stunden verlängert. Sie soll rund 150 Euro kosten während das Lumia 2520 im April mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 600 Euro kommt. Zum Vergleich: Für Microsofts Surface 2 bezahlt man derzeit 430 Euro.

Venenscanner im Ultrabook

Das Livebook U904 hat Fujitsu bereits im Oktober vorgestellt. Neu an der zur CeBIT präsentierten Version ist der Sicherheitsstandard: Ein Venenscanner liest beim Anmelden per Nah-Infrarot das Venenmuster auf der Handfläche. Das soll hundert Mal sicherer sein als der übliche Fingerabdruckleser und auch deutlich mehr Sicherheit bieten als ein Irisscanner. Der Anmeldevorgang dauert dem Hersteller zufolge nicht länger als zwei Sekunden. Der Scanner gehört allerdings nicht zur Standardausstattung des Ultrabooks. Was die "PalmSecure"-Variante kosten wird, hat Fujitsu auch noch nicht verraten. Schon jetzt gibt es verschiedene Ausführungen des Lifebook U904, die sich in Displaygröße, Prozessor und Speicherplatz unterscheiden. Die Auflösung liegt bei allen Modellen bei 3200 x 1800 Pixeln. Während der Hersteller eine unverbindliche Preisempfehlung von rund 2000 Euro angibt, kostet das preiswerteste Modell bei guenstiger.de rund 1380 Euro. Die teuerste Ausführung mit Intel-Core-i7-Prozessor liegt bei rund 1784 Euro. Ein Fingerabdrucksensor ist bei beiden Standard.

Smartphones von billig bis teuer

Über die Daten des neuen Sony-Flaggschiffs Z2 wurde schon im Vorfeld fleißig spekuliert.
Über die Daten des neuen Sony-Flaggschiffs Z2 wurde schon im Vorfeld fleißig spekuliert.(Foto: picture alliance / dpa)

Smartphones spielen auf der Cebit zwar nur eine Nebenrolle, ein paar Neuheiten gibt es dennoch. So bringt Sony sein in Barcelona enthülltes neues Flaggschiff Xperia Z2 mit. Das 8,2 Millimeter schlanke Gerät verfügt über einen 5,2 Zoll großen Bildschirm und hat eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln, also Full-HD. Wer Wert auf eine gute Kamera legt, dürfte mit dem 20,7-Megapixel-Sensor gut bedient sein. Für Tempo sorgt der neue Snapdragon-Prozessor 801 mit 2,3 Gigahertz, außerdem hat Sony einen drei Gigabyte großen Arbeitsspeicher integriert. Als Betriebssystem läuft das aktuelle Android-System 4.4.2 (KitKat). Auf guenstiger.de wird das Smartphone aktuell für rund 600 Euro gelistet. Käufer müssen sich aber noch ein paar Wochen gedulden, ausgeliefert wird das Gerät nämlich voraussichtlich erst ab Mitte April.

Mit dem Ascend Y330 bietet Huawei ein Smartphone für schmales Budget: Gerade mal 99 Euro soll das Gerät kosten, das in erster Linie für Einsteiger in Frage kommt, oder für Nutzer, die ein einfaches Zweitgerät wünschen. Sie  erhalten ein kompaktes Smartphone, dessen vier Zoll großer Bildschirm eine Auflösung von 480 x 800 Pixeln bietet. Innen arbeitet ein Dualcore mit 1,3 Gigahertz, der Arbeitsspeicher ist mit 512 Megabyte nicht gerade üppig, aber mehr sollte man bei dem Kampfpreis wohl auch nicht erwarten. Neben vier Gigabyte Flash-Speicher gibt es auch einen Steckplatz für microSD-Karten. Das Betriebssystem ist Android 4.2. Die Kamera auf der Rückseite dürfte mit ihren drei Megapixeln allenfalls als Notlösung in Frage kommen.  Erhältlich ist das Ascend Y330 in Schwarz und Weiß – zusätzlich bietet Huawei farbige Wechselcover an. Derzeit gibt es noch keine konkreten Händlerangebote. Den Vorgänger Ascend Y300 können Kaufinteressierte für rund 90 Euro erwerben.

Spielzeug für Gamer

Auch Gamer kommen auf der CeBIT auf ihre Kosten. Beim Stand von MSI dürften deren Herzen höher schlagen. Der taiwanesische Hersteller präsentiert mit dem MSI GS60-Ghost ein leistungsstarkes 15,6-Zoll-Notebook für Freunde hochauflösender Spiele. MSI verbaut darin die noch unveröffentlichte Grafikkarte GeForce 860M von Nvidia mit zwei Gigabyte VRAM. Angetrieben wird der Laptop von einer Intel Vier-Kern-Prozessor Core i7-4700HQ, die von acht Gigabyte RAM unterstützt wird. Für genügend Energie sorgt ein 4820 Milliamperestunden starker Akku. Das kraftvolle Innenleben sieht man dem Notebook von außen nicht an: MSIs GS60-Ghost wiegt nur 1,9 Kilogramm und ist 19,9 Millimeter dick. Ältere Gaming-Notebooks kommen im Schnitt auf zwei bis fünf Kilogramm. Es soll auch eine Pro-Version des GS60-Ghost in den Handel kommen, die mit 2880 x 1620 Pixeln auflöst und damit 3K-Qualität erreicht. Preislich wird das Powernotebook die 1000 Euro-Marke deutlich überschreiten, MSI spricht von 1600 bis 2000 Euro. Die ersten Händler bieten Modelle bereits ab 1500 Euro an.

Mit der Ministation Air zeigt Hersteller Buffalo eine neue externe Festplatte. Das Besondere: Über ihren integrierten 3020 Milliamperestunden starken Akku kann sie auch ein Smartphone laden. Laut Buffalo soll die Laufzeit eines Handys um bis zu zehn Stunden verlängert werden. Die Verbindung erfolgt per WLAN mit maximal 300 Megabit in der Sekunde. Noch schneller geht es, wenn man den Anschluss via USB-3.0 nutzt. Die Speicherlösung dürfte insbesondere für Reisende interessant sein. Buffalo will das Gerät kommenden Monat in den Handel bringen, der Preis ist bislang aber unbekannt. Das Vorgängermodell mit 500 Gigabyte kostet aktuell knapp 90 Euro.

 

Quelle: n-tv.de

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