Mittwoch, 17. Februar 2010
Mobiler Konto-Striptease: Datenpanne bei Windows Live
Microsoft untersucht Berichte, wonach Nutzer von Windows Live Zugriff auf die Konten anderer Anwender hatten.
Laut Unternehmensmitteilung hatten Nutzer, die mit einem mobilen Browser einen der Windows-Live-Dienste (z.B. Mail, OneCare, Messenger) ansteuerten, Zugang zu weiteren Konten. Microsoft versichert, dass es die Privatsphäre seiner Nutzer sehr ernstnehme und angemessen reagieren werde, sobald die Untersuchung abgeschlossen sei.
Provider schuld?
Laut Anwender-Berichten konnten die ungewollten Hacker in vollem Umfang auf die persönlichen Daten und Einstellungen der Kontoinhaber zugreifen. Winfuture vermutet, dass das Problem bei den Mobilfunkanbietern zu suchen ist. Es gebe immer wieder ähnliche Fälle, weil sie mit agressiven Caching-Methoden arbeiteten, berichtet das Portal.
Beim Caching werden Inhalte beim Besuch einer Webseite oder eines Online-Dienstes gespeichert, um beim nächsten Zugriff schneller zur Verfügung zu stehen. Wenn ein Nutzer sich bei einem Dienst anmeldet, hat er üblicherweise die Möglichkeit, seine Login-Daten speichern zu lassen, um beim nächsten Besuch automatisch angemeldet zu werden. Dies geschieht üblicherweise über so genannte Cookies. Wenn diese Cookies dem falschen Handy zugeordnet werden, kann es passieren, dass der Nutzer in ein falsches Konto eingeloggt wird.
kwe
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