Freitag, 21. August 2009
Festnetztelefonie und Internet: Doppel-Flatrates ab 15,89 Euro
Alexander Klement
Generell sollte man einen DSL-Anbieter wählen, der dauerhaft günstige Preise anbietet und den Monatspreis nicht nur für eine bestimmte Zeit durch eine Einmalprämie optisch drückt.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Das Geschäft mit DSL-Kunden ist hart. Die Kunden sind preissensibel. Laut Hightech-Verband Bitkom verfügen rund 58 Prozent der Haushalte über einen Breitbandanschluss wie DSL, Kabelmodem oder sonstige Breitbandanschlüsse (Stand 12/2008). Für 2009 erwartet Bitkom noch eine Steigerung um 13 Prozent auf dann 65 Prozent der Haushalte. Damit ist man weit entfernt von den Steigerungsraten vergangener Tage, die in den Jahren 2005 bis 2007 noch drei bis vier Mal höher waren.
Jeder, der seinen DSL-Anbieter schon einmal gewechselt hat, weiß, dass dies oftmals nicht so reibungslos verläuft, wie es auf den ersten Blick scheint. Die Branche hat mit unzufriedenen Kunden zu kämpfen, die sich über Leistungen und Service beklagen. Die Neukundengewinnung wird immer schwieriger, was die Anbieter zunehmend unter Druck setzt. Neukunden werden teilweise mit hunderten Euro Vergünstigungen geködert. Diese sind allerdings einmalig und setzen auf die Wechselträgheit der Kunden.
Im Bereich der Einsteiger-Angebote versuchen die Telekom-Konkurrenten mittlerweile mit Dumping-Angeboten das Feld von unten aufzurollen. Selbst wer nur telefonieren möchte, ist mit einem Breitbandanschluss mittlerweile besser dran, als mit einem analogen Telefonanschluss der Telekom. Dieser kostet monatlich 17,95 Euro bei Gesprächskosten von 2,9 Cent pro Minute innerhalb des Deutschen Festnetzes. Einen entsprechenden Anschluss bietet beispielsweise Kabel Deutschland für monatlich 9,90 Euro und 2,5 Cent pro Minute an.
Art der Rufnummer beachten
Noch günstiger fährt man allerdings bei Kabel Deutschland mit der Flat Easy 1000. Der Breitbandanschluss inklusive Internetflatrate kostet ebenfalls monatlich 9,90 Euro. Greift man hier auf einen Drittanbieter für Internettelefonie zurück, zahlt man bei Bellshare beispielsweise einen Cent pro Minute oder 5,99 Euro monatlich für eine Flatrate ins deutsche Festnetz. Umgerechnet käme man also für eine Doppelflatrate auf 15,89 Euro. Der Haken: Die Bellshare-Rufnummer ist eine für den Anrufer gebührenpflichtige 01805-Nummer. Gegen einen Aufpreis von fünf Euro jährlich kann man allerdings auch eine normale Festnetznummer aus 89 Ortsvorwahlbereichen buchen. Wer auch angerufen werden möchte, sollte hierzu greifen. Der rechnerische Monatsbeitrag erhöht sich dadurch auf 16,31 Euro für eine Doppelflatrate.
Wer nicht im Kabel-Deutschland-Gebiet wohnt oder sich nicht auf eine Kombination von zwei Anbietern einlassen möchte, bekommt die Doppelflatrate für 19,99 Euro auch aus einer Hand. Gut zwei Euro Aufpreis kostet die 1&1 Doppel-Flat 2000 gegenüber einem analogen Telefonanschluss der Telekom. Selbst wer nur telefoniert kann da schon Wechselgelüste entwickeln.
Für monatlich 25 Euro hat man fast schon die freie Anbieterwahl: Freenet, Congstar und o2 haben entsprechende Offerten. In der Regel handelt es sich hierbei um Anschlüsse mit einer Geschwindigkeit von 2000 kbit/s. Diese reichen für den Normalnutzer zum Surfen und Telefonieren völlig aus – Live-Streams von Filmen, die auf dem Fernseher dargestellt werden sollen, benötigen allerdings einen schnelleren Anschluss. Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia liefert eine Geschwindigkeit von 10.000 kbit/s zum gleichen Preis. Da könnte es eventuell schon mit klappen.
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