Technik
Donnerstag, 22. September 2011

Mehr Funktionen gegen Google+: Facebook teilt Musik

Ein Kreativ-Direktor kann es nicht verheimlichen: Auf der Entwicklerkonferenz F8 stellt Facebook einen Musikdienst vor, bei dem eingeloggte Freunde gemeinsam einem Stream lauschen können. "Höre mit deinem Freund" ist eine der neuen Funktionen, mit denen das soziale Netzwerk Google+ auf Distanz halten will.

Ob er es mit Absicht getan hat oder es nur ein sehr dummes Versehen war, weiß man nicht. Fessteht, dass Ji Lee, Kreativ-Direktor bei Facebook, ausgezwitschert hat, was bei der Entwicklerkonferenz F8 in San Francisco vorgestellt wird: ein neuer Musikdienst, der es Facebook-Freunden erlaubt gleichzeitig den selben Songs zu lauschen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will keine Nutzer an Google+ verlieren.
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will keine Nutzer an Google+ verlieren.(Foto: REUTERS)

Die Funktion "Mit deinem Freund hören" sei atemberaubend, twitterte Ji Lee. Zwar löschte er den Twitter-Eintrag umgehend. Aber wie das im Internet so ist: Einmal gepostet, für immer gepostet. Ruckzuck verbreiteten sich Screenshots seines Tweets im Internet und so war der wichtigste Trumpf im Ärmel von Facebook-Chef Mark Zuckerberg bereits vor Eröffnung der Show bekannt. Beobachter halten außerdem die Einführung einer HTML5-fähigen Website, die auf Geräten wie Apples Tablet-Computer iPad laufen kann, für möglich.

Google+ im Auge

Den Änderungen gilt besonderes Augenmerk, seit der Facebook-Rivale Google sein eigenes Online-Netzwerk Google+für alle Nutzer geöffnet und dabei einige Innovationen angekündigt hat.

Schon in den vergangenen Wochen hatte Facebook etliche Innovationen vorgestellt. So will das Unternehmen seinen Mitgliedern helfen, den Empfängerkreis von Informationen einzuschränken. Dafür erstellt die Software anhand der Profilinformationen automatisch Listen - etwa mit Kollegen, Familienmitgliedern oder Mitschülern. Nutzer können zudem die öffentlichen Einträge anderer Mitglieder abonnieren, ohne ihr Facebook-Freund zu sein. Beide Schritte sind eine Antwort auf Google+, das ähnliche Funktionen anbietet.

Erst diese Woche hat Facebook Änderungen am zentralen Element seiner Website vorgenommen, dem Live Stream, in dem Nutzer alle Neuigkeiten aus ihrem Netzwerk sehen. Dies solle sicherstellen, dass dort auftauche, was man sehen wolle, erklärte Facebook.

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Quelle: n-tv.de

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