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Für Stiftung Warentest ist ein wechselbarer Akku wichtiger als ein edles Design.
Für Stiftung Warentest ist ein wechselbarer Akku wichtiger als ein edles Design.(Foto: kwe)

Neue Smartphones überzeugen nicht: Galaxy S5 besser als Galaxy S6

Stiftung Warentest vergleicht aktuelle Top-Smartphones mit ihren Vorgängermodellen. Die Prüfer stellen fest: Wer die 2014er-Modelle kauft, spart nicht nur Geld, sondern bekommt oft auch das bessere Gerät.

Wer sich überlegt, ein neues Smartphone der Oberklasse zuzulegen, sollte nicht unbedingt auf die neuesten Modelle setzen. Stiftung Warentest hat vier aktuelle Modelle mit ihren Vorgängern verglichen und festgestellt, dass es sich eigentlich nicht lohnt, nach dem modernsten Gerät zu greifen. "Am Hype um die neuen, teuren Flaggschiffe ist nicht viel dran", heißt es in der August-Ausgabe der Zeitschrift "test". "Besser als ihre Vorgänger sind die Edelphones oft nicht."

Stiftung Warentest bewertet dabei ausschließlich die technischen Eigenschaften der Geräte. Design oder Material, was für viele Käufer bei der Wahl eines neuen Smartphones durchaus eine große Rolle spielt, berücksichtigen die Tester nur, wenn es sich auf den Gebrauch auswirkt. So missfällt Stiftung Warentest beim Galaxy S6, dass Samsung für die schicke Glas-Metall-Hülle den wechselbaren Akku geopfert hat. Obendrein sei die Laufzeit des Geräts deutlich geringer als beim Vorgänger, schreiben die Prüfer. Außerdem müssen Käufer des aktuellen Samsung-Flaggschiffs auf die Möglichkeit verzichten, den internen Speicher durch microSD-Karten zu erweitern. Im Test schnitt das Galaxy S6 mit der Gesamtnote 1,9 ab, der Vorgänger war mit der Note 1,8 etwas besser. Aktuell ist das Gerät mit 32 Gigabyte Speicher im Online-Handel für rund 550 Euro zu haben, das Galaxy S5 mit 16 Gigabyte (erweiterbarem) internem Speicher bereits für knapp 390 Euro.

Beim Vergleich der Top-Smartphones von HTC liegt das Vorjahresmodell ebenfalls vorne. Das derzeit rund 460 Euro teure One M8 (32 GB) erhielt von Stiftung Warentest eine glatte 2. Der Nachfolger M9 (32 GB) kostet etwa 140 Euro mehr, erhielt aber nur die Gesamtnote 2,2. Laut Testbericht bietet das neue Smartphone eine schwächere Netzempfindlichkeit und hält beim Surfen im UMTS-Netz zwei Stunden kürzer durch als das M8. Der Preisunterschied ist mit rund 100 Euro allerdings nicht so groß wie bei den Galaxy-Boliden.

LG G3 ist ein Schnäppchen

Das LG G4 schneidet im aktuellen Test mit der Gesamtnote 1,9 ein bisschen besser als der Vorgänger (2,0) ab, was vor allem an der starken Kamera des neuen Smartphones liegt. Beim Dauertelefonieren hält allerdings das LG G3 länger durch. Da auch das etwas ältere Gerät eine prima Kamera hat, ist es in der 32-Gigabyte-Variante für rund 370 Euro im Vergleich zum 130 Euro teureren Nachfolger ein echtes Schnäppchen.

Auch Motorolas Preis-Leistungs-Schlager Moto G ist in der zweiten Generation nicht unbedingt besser als das erste Modell. Das 2014-er Modell hat einen schlechteren Empfang und auch die Kamera schneidet trotz mehr Megapixeln bei Stiftung Warentest nicht besser ab. Das 2013 veröffentlichte Moto G gibts mit 8 Gigabyte internem Speicher bereits für rund 150 Euro, die zweite Generation ist mit knapp 170 Euro kaum teurer. Am 28. Juli hat Motorola bereits die dritte Generation des Moto G ins Rennen geschickt, die jetzt auch eine gute Kamera haben soll. Vielleicht lohnt es sich also, für dieses Smartphone 250 Euro zu investieren.

Die günstigen Motorolas haben einen großen Vorteil gemeinsam: Auf ihnen läuft ein fast pures Android, weshalb sie schnelle Updates erhalten. Seit Kurzem steht auch für das erste Moto G die Lollipop-Aktualisierung zur Verfügung. Auf den oben genannten 2014-er-Modellen laufen zwar ebenfalls aktuelle Android-Versionen. Doch ob und wann sie in Zukunft weitere Updates erhalten, ist noch offen.

Quelle: n-tv.de

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