Technik

Street-View-Start unsicherGoogle kämpft mit Widersprüchen

25.05.2010, 08:27 Uhr

Google hat zahlreiche Widersprüche von Bürgern erhalten, die nicht mit der Veröffentlichung von Bildern ihrer Häuser einverstanden sind. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner rechnet daher mit einer Verzögerung beim Start des Dienstes.

Der Internetriese Google wird nach Ansicht von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) seinen Straßenfoto-Dienst Street View in diesem Jahr noch nicht in Deutschland starten. Es habe bereits eine fünfstellige Zahl von Bürgern Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Bildern ihrer Häuser eingelegt, und jede Woche würden es mehr, sagte Aigner den Zeitungen der WAZ-Gruppe. Das werde den Start verzögern. Aufgrund der Welle von Widersprüchen vermute sie, dass der von Google Ende 2010 geplante Start des Projektes wohl verschoben werden müsse.

Google habe zugesichert, vor der Freischaltung von Street View alle Widersprüche umzusetzen und generell auf allen Bildern die Gesichter und Kfz-Kennzeichen unkenntlich zu machen, sagte Aigner der WAZ. Zugleich forderte Aigner erneut eine "lückenlose Aufklärung" von Verstößen durch Google gegen den Datenschutz im Zuge der Erfassung von W-LAN-Netzen in Wohngebieten. Google hatte für Street View persönliche Nutzerdaten aus drahtlosen Computernetzwerken aufgezeichnet, auch in Deutschland.

Quelle: AFP