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n-tv.de besteht Googles "Test auf Optimierung für Mobilgeräte" mit Bravour.
n-tv.de besteht Googles "Test auf Optimierung für Mobilgeräte" mit Bravour.(Foto: Google/n-tv.de)
Dienstag, 21. April 2015

Websuche radikal verändert: Google stuft Mobil-Muffel herab

Ab sofort wendet Google für seine mobile Suche neue Regeln an: Ist eine Webseite nicht für Smartphones optimiert, landet sie in den Ergebnissen weit unten. Ob ein Angebot mobilfreundlich ist oder nicht, verrät ein Schnelltest.

Im Februar kündigte Google auf seinem "Webmaster Central Blog" an, seine Algorithmen für die mobile Suche so zu ändern, dass Webseiten, die für Smartphones und Tablets optimiert sind, in den Suchergebnissen bevorzugt werden. Umgesetzt werde die neue Regelung ab dem 21. April. Jetzt ist es so weit. Webmaster, die bis heute geschlafen haben, erleben ein böses Erwachen, weil ihnen möglicherweise viele Besucher wegbleiben.

Googles Umstellung erfolgt aus einem guten Grund: Immer mehr Menschen durchsuchen inzwischen über ihr Smartphone oder Tablet das Internet, in den USA sind es 94 Prozent der Nutzer. Laut Google erfolgen 77 Prozent der Suchanfragen von zu Hause oder vom Arbeitsplatz aus. Orte, wo mit großer Wahrscheinlichkeit auch PCs oder Notebooks zur Verfügung stehen.

Bei der Frage, ob eine Webseite mobilfreundlich ist oder nicht, geht es beispielsweise um Schriftgrößen, die nicht zu klein sein dürfen, oder Navigationselemente, die sich gut mit dem Finger auf einem berührungsempfindlichen Bildschirm bedienen lassen. Zu einer Abwertung führen auch Inhalte, die auf Mobilgeräten in der Regel nicht dargestellt werden können - wie beispielsweise Adobe Flash. Das gilt auch für Unterseiten. Ob Webseiten Googles neuen Anforderungen entsprechen, können ihre Besitzer im "Test auf Optimierung für Mobilgeräte" in wenigen Sekunden feststellen, sie müssen dort für eine Analyse lediglich die URL eingeben.

Desktop-Ergebnisse unverändert?

Wie "GoogleWatchBlog" schreibt, bevorzugt Google nicht nur Webseiten, die für mobile Geräte angepasst wurden. Wenn ein Nutzer die App einer Webseite installiert hat, wird sie schon seit einigen Monaten höher eingestuft und das Suchergebnis im Idealfall direkt in der App geöffnet. Seit einiger Zeit indexiert Google auch Tiefenlinks zu Apps. Fehlt eine Anwendung, deren Inhalt gefunden wurde, auf einem Smartphone oder Tablet, schlägt Google deren Installation vor.

Unklar ist bislang noch, ob Seiten auch bei der Google-Suche auf einem herkömmlichen Desktop-Computer in den Suchergebnissen zurückfallen werden, wenn sie beim Mobil-Check durchfallen. Google-Manager Gary Illyes sagte laut "TheSEMPost" auf dem Technologie-Event SMX West, seines Wissens werde der Mobil-Check keine Auswirkungen auf die Desktop-Suche haben. Experten halten es aber für möglich, dass die bessere Nutzererfahrung bei einer für mobile Endgeräte optimierten Website indirekt zu positiven Signalen und damit besseren Rankings führt.

Quelle: n-tv.de

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