Technik

Vorgänger-Modelle günstigerIFA-Neuheiten zu teuer

31.08.2009, 12:37 Uhr
imageKlaus Wedekind

Am 4. September präsentieren die Hersteller auf der IFA wieder zahlreiche neue Elektronik-Produkte. Doch Käufer sollten nicht blind zugreifen. Ein Vergleich zeigt: Die Vorgänger-Modelle sind fast gleich gut, kosten aber viel weniger.

Am 4. September präsentieren die Hersteller auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) wieder zahlreiche neue Elektronik-Produkte. Doch Käufer sollten nicht blind zugreifen. Ein Vergleich von guenstiger.de zeigt: Die Vorgänger-Modelle sind fast gleich gut, kosten aber viel weniger.

"Insbesondere im Bereich Digitalkameras empfehlen wir Verbrauchern nicht unbedingt den Kauf der Neuheiten, da deren höherer Preis kaum durch einen spürbaren Mehrwert gerechtfertigt ist", sagt Christian Rudeloff von guenstiger.de. "Generell sollte man die Produkte vor dem Kauf auf jeden Fall genau vergleichen."

Kabeleinsatz spart 200 Euro

Als Beispiel nennt Rudeloff die die 12-Megapixel-Kamera Olympus mju Tough 6010, die im Internethandel rund 255 Euro kostet. Die Olympus mju Tough 6000, die sich eigentlich nur in der Anzahl der Megapixel (10) unterscheidet, ist bereits für 225 Euro zu haben.

Wer bei einem Blue-Ray-Player kein WLAN braucht, kann noch viel mehr Geld sparen. Der aktuelle Sony BDP-S560 kostet 450 Euro, sein Vorgänger BDP-S550 wird bereits für 240 Euro angeboten. Unterschied: 210 Euro!

TV-Geräte auf Platz 1

Der Preisdruck durch die IFA-Neuheiten lastet vor allem auf Flachfernsehern. Bei den 50 nachgefragtesten Geräten verbuchte guenstiger.de seit Juli einen durchschnittlichen Preisverfall von 7,1 Prozent. Im Vergleich zum Jahresanfang sind Auslaufmodelle sogar um 20 Prozent günstiger zu haben.

Die Preise für Digitalkameras haben im Sommer im Schnitt um 3,42 Prozent nachgegeben, seit Januar um 8,32 Prozent. Spiegelreflexkameras sind dabei eine Ausnahme, sie zeigen sich mit einem Rückgang von 2,07 bzw. 6,03 Prozent deutlich preisstabiler. Auch bei Netbooks (2,28%/4,84%) und Smartphones (3,34%/7,33%) kommen Schnäppchenjäger auf ihre Kosten.

Preise sinken weiter

Kunden, die noch etwas warten können, haben noch bessere Karten: "Wir gehen von einer Fortsetzung des Preisverfalls bis zum Anfang des vierten Quartals aus", sagt Rudeloff. "Zum Weihnachtsgeschäft dagegen ist aufgrund der zu erwartetenden hohen Nachfrage insbesondere im Bereich Unterhaltungselektronik wieder mit steigenden Preisen zu rechnen."