Technik

Leichtes Spiel für Cyber-Kriminelle Jeder Fünfte surft schutzlos

19.10.2010, 15:16 Uhr

Virenprogramm und Firewall sollten eigentlich selbstverständlich sein. Doch überraschend viele Internetnutzer sind gänzlich ohne Schutz im Netz unterwegs - und gefährden dadurch nicht nur sich selbst, sondern auch andere.

Eigentlich sollten sie es besser wissen, dennoch bewegen sich offenbar viele Internetnutzer völlig ohne Sicherheitsvorkehrungen im Netz. Jeder Fünfte surft ohne Virenschutz-Programm und ein Drittel verzichtet auf eine Firewall, die den Datenverkehr kontrolliert. Das belegt eine Umfrage, die im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom durchgeführt wurde. "Mit einem solchen Verhalten gefährdet man nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen, mit denen man mailt oder Dateien austauscht", warnt Bitkom-Präsidiumsmitglied Dieter Kempf.

Dabei kann man nicht sagen, dass sich die Nutzer der Gefahren im Netz nicht bewusst wären: 28 Prozent verzichten aus Sicherheitsgründen auf Online-Banking, knapp 40 Prozent schicken wichtige Dokumente lieber per Post statt per Mail. Jeder vierte Surfer meidet Online-Shopping und jeder sechste nimmt gar keine Transaktionen im Netz vor. Von dieser Art der Komplett-Ablehnung hält Kempf naturgemäß auch nichts: "Verbraucher sollten Internet-Dienste weder komplett ablehnen noch ihnen blind vertrauen. Vielmehr gilt es, sich im Internet aufmerksam zu verhalten und den Rechner richtig auszustatten", rät der IT-Vertreter. "Wer regelmäßig seine Software aktualisiert, mit Bedacht surft und mailt und keine Standard-Passwörter verwendet, wird kaum ein Opfer von Cyber-Kriminellen."

Quelle: ino