Donnerstag, 17. Juni 2010
"Gingerbread" mit Oberflächenglanz: Kommt das Einheits-Android?
Jetzt warten die meisten Android-Nutzer noch darauf, dass ihr Handy ein Update auf Version 2.2 ("Froyo") bekommt.
(Foto: Google)
Googles mobiles Betriebssystem Android soll laut Techcrunch in der kommenden Version 2.3 ("Gingerbread") eine so gute Oberfläche haben, dass Interfaces von Handy-Herstellern überflüssig werden.
Weil die Android-Nutzeroberfläche derzeit noch wenig "sexy" ist, möbeln sie alle wichtigen Handy-Hersteller auf. HTC "veredelt" Android beispielsweise mit seinem Interface "Sense". Das führt allerdings dazu, dass Updates des Betriebssystems nur verzögert umgesetzt werden, da die Hersteller immer zuerst ihre Oberflächen anpassen müssen. In manchen Fällen warten die Nutzer sogar vergeblich auf ein Update für ihr Smartphone. Das führt zu Unmut und Diskussionen unter den Android-Nutzern. Entwickler sind genervt, weil sie bei ihren Apps darauf achten müssen, dass sie auf möglichst vielen der aktuell genutzten Android-Versionen laufen. Langfristig könnte dies den Erfolg des Google-Betriebssystems bremsen oder sogar beenden.
Google und auch die großen Smartphone-Hersteller haben den Techcrunch-Bericht bisher noch nicht kommentiert. Google hatte aber schon vor einiger Zeit mitgeteilt, dass man etwas gegen die Fragmentierung des Betriebssystems unternehmen wolle. Unter anderem sollen einzelne Teile künftig über den "Market" aktualisiert werden. Android 2.3 soll im vierten Quartal des Jahres veröffentlicht werden.
kwe
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