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Der Loon Copter fühlt sich im Wasser und in der Luft gleichermaßen wohl.
Der Loon Copter fühlt sich im Wasser und in der Luft gleichermaßen wohl.(Foto: Oakland University)

Diese Drohne ist ein Multitalent: Loon Copter fliegt, schwimmt und taucht

Der "Loon Copter" ist wahrscheinlich eine der vielseitigsten Drohnen der Welt: Der Quadrocopter kann nicht nur fliegen und schwimmen, sondern auch tauchen. Zur Fortbewegung unter Wasser nutzt er einen simplen Trick.

Drohnen, die ferngesteuert durch die Luft fliegen, sind keine Neuheit mehr, es gibt sie vom kleinen Spielzeug fürs Wohnzimmer bis zur professionellen Filmdrohne mit 4K-Videokamera. Auch schwimmende und tauchende Drohnen existieren bereits. Eine Amphibien-Drohne aber, die sich sowohl auf dem Wasser als auch unter Wasser und dazu noch in der Luft wohl fühlt, ist neu. Forscher der Oakland University haben so einen Quadrocopter entwickelt und hoffen, damit den mit einer Million Dollar dotierten "Drones for Good Award" der Vereinigten Arabischen Emirate zu gewinnen.

Der "Loon Copter" ist nach dem Seetaucher benannt, auf Englisch "loon". Seetaucher sind große Schwimm- und Tauchvögel - also ebenso vielseitig wie die Drohne der kalifornischen Forscher. Sie hat vier Rotoren und kann wie ein gewöhnlicher Quadrocopter fliegen, ist aber wasserfest und verfügt über einen mit Luft gefüllten Schwimmkörper. Zum Tauchen lässt "Loon" einfach die Luft aus dem Schwimmkörper und füllt ihn mit Wasser. Besonders clever: Dabei kippt er um neunzig Grad, sodass die Flugrotoren im U-Boot-Modus zum Antrieb dienen. Soll's wieder in die Luft gehen, pumpt der "Loon Copter" einfach wieder Luft in seinen Schwimmkörper und kann dann von der Wasseroberfläche aus problemlos abheben.

Grenzen beim Taucheinsatz

Im Loon Copter ist eine Kamera verbaut, mit der sich der vielseitige Quadrocopter zum Beispiel als Aufklärungsdrohne für Rettungseinsätze auf dem Meer nutzen lässt. Im Flugmodus sei er deutlich schneller als ein ferngesteuertes Robo-U-Boot, könne am Ziel aber trotzdem unter Wasser agieren, schreibt "Pressetext". Solange er auf der Wasseroberfläche verharrt, verbraucht er keine Energie und kann so auch längere Zeit in einem Einsatzgebiet bleiben.

Der Loon Copter soll daher auch gut für die Beobachtung von Meerestieren oder die Überwachung von Umweltverschmutzungen über und unter Wasser geeignet sein - zum Beispiel durch ausgelaufenes Öl. Einige wenige Einschränkungen gibt es beim Einsatz unter Wasser aber noch: Taucht die Drohne zu tief, kann sie nicht mehr ferngesteuert werden. Und ein Livestream der Kamerabilder ist nur über Wasser möglich. Im Tauchgang muss Bildmaterial erst aufgezeichnet werden.

Quelle: n-tv.de

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