Technik

GPS-Satelliten fallen ausNavis bald orientierungslos?

12.05.2009, 12:09 Uhr

Eine US-Behörde warnt vor Ausfällen des Satellitennavigationssystems GPS ab 2010. Grund: Die Satelliten sind altersschwach.

Eine US-Behörde warnt vor Ausfällen des Satellitennavigationssystems GPS ab 2010. Grund: Die Satelliten sind altersschwach.

Laut Kontrollbehörde Governement Accountability Office (GAO) ist es "nicht sicher", ob die US Air Force in der Lage ist, rechtzeitig neue Satelliten in Position zu bringen, "um den gegenwärtigen GPS-Dienst ohne Unterbrechung aufrechtzuerhalten". Tatsächlich ist die Luftwaffe bereits drei Jahre hinter ihrem Zeitplan. Erst im November soll der erste Satellit der zweiten Generation ins All geschossen werden.

Weitere Verzögerungen und Pannen könnten fatale Folgen haben, so die GAO. Weil damit zu rechnen sei, dass im kommenden Jahr die bis zu 20 Jahre alten GPS-Satelliten der ersten Generation den Geist aufgeben, könnten nicht mehr genügend Satelliten positioniert sein, um einen wie von der US-Regierung garantierten lückenlosen Dienst zu gewährleisten.

Behörde pessimistisch

Weitere Schwierigkeiten scheinen aber programmiert: Zum einen hat die Luftwaffe ihr Budget bereits um 870 Millionen Dollar überschritten. Zum anderen gelten die aktuellen Satelliten als technisch "missglückt". Deshalb plant die Air Force, die dritte Generation früher einzusetzen, 2014 soll der erste Satellit der dritten Generation starten. Angesichts der aktuellen Probleme und der finanziellen Lage hält die GAO die Zeitplanung allerdings für äußerst optimistisch.

Die Behörde, deren Aufgabe es ist, zu kontrollieren, wie die Regierung mit Steuergeldern umgeht, fordert von der Air Force, eine spezielle Dienststelle einzurichten. Sie soll sicherstellen, dass effizient gearbeitet wird und es zu keinen weiteren Verzögerungen kommt. Denn unter den Folgen von GPS-Ausfällen würden Militär und zivile Nutzer leiden.