Technik
Dienstag, 10. April 2012

Noch nicht abgeschrieben: Neue Chance für StudiVZ

Rund 16 Millionen Mitglieder sind bei den VZ-Netzwerken registriert. Gut 10 Millionen von ihnen sind nur noch Karteileichen, viele pflegen inzwischen lieber ihre Facebook-Profile. Mit überzeugendem Datenschutz und kinder- und jugendfreundlichen Seiten sollen StudiVZ wieder wachsen.

StudiVZ wurde Ende 2005 gegründet, es folgten SchülerVZ und später meinVZ.
StudiVZ wurde Ende 2005 gegründet, es folgten SchülerVZ und später meinVZ.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Medienkonzern Holtzbrinck hat das schwächelnde deutsche Netzwerk StudiVZ noch nicht abgeschrieben. In die Netzwerke der VZ-Gruppe StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ solle sogar neues Geld fließen, kündigte der Geschäftsführer von Holtzbrinck Digital, Markus Schunk, in der "Welt" an. Geplant ist demnach ein Relaunch der Internetseiten im Sommer. Bis dahin rechnet Schunk mit weiter sinkenden Nutzerzahlen. "Aber wir setzen darauf, dass VZ mit der Neuausrichtung wieder wachsen wird."

StudiVZ war früher Marktführer in Deutschland, wurde dann aber im Zuge des weltweiten Booms schnell von Facebook überholt. Seitdem sinken die Nutzerzahlen stetig und deutlich. Auch die Ableger SchülerVZ und MeinVZ, mit denen die Zielgruppe altersmäßig ausgeweitet werden sollte, konnten den Abwärtstrend nicht aufhalten. Von den einst 16 Millionen Mitgliedern sind heute noch 5 Millionen im Netzwerk aktiv.

Es sei klar, dass die VZ-Netzwerke niemals mit Facebook mithalten könnten, räumt Schunk ein. Holtzbrinck werde dennoch versuchen, in der Nische ein Alternativangebot aufzubauen und sich dabei auf die Stärken der VZ-Netze konzentrieren. Zum einen wolle man mit Daten- und Jugendschutz überzeugen. Zum anderen sollen noch mehr Angebote eingebunden werden, die speziell auf die jungen Zielgruppen zugeschnitten sind.

Quelle: n-tv.de

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