Technik
Das Nokia 8 ist das Topmodell der Finnen.
Das Nokia 8 ist das Topmodell der Finnen.(Foto: HMD Global)
Donnerstag, 17. August 2017

Gute Kamera, guter Preis: Nokia 8 ist ein starkes Topmodell

Von Johannes Wallat

Nokia krönt seine Rückkehr ins Handy-Geschäft mit dem Nokia 8. Das Smartphone ist das Topmodell der Finnen - ein schlankes, starkes und edles Gerät mit Top-Technik, Zeiss-Kamera, purem Android und einem guten Preis.

Der Nokia-Auftritt auf dem Mobile World Congress in Barcelona erregte im Frühjahr viel Aufsehen. Grund war aber nicht das Mittelklasse-Trio, das Nokia dort präsentierte, sondern die Neuauflage des legendären Nokia 3310. Inzwischen ist der Hype vorüber, die ersten Android-Smartphones der Finnen sind ausgeliefert und von der Presse wohlwollend besprochen worden. Was bisher fehlte, war ein Spitzenmodell.

So sieht das matte Nokia 8 aus.
So sieht das matte Nokia 8 aus.(Foto: HMD Global)

Das ist jetzt da: Es heißt Nokia 8, sieht gut aus und hat starke Technik unter der Haube - genau das Richtige, um im beinharten Kampf um Marktanteile gegen die etablierten Android-Player zu bestehen. Zugute kommt Nokia im gesättigten Smartphone-Markt sicher, dass der Markenname nach wie vor Ansehen genießt und das Nokia 8 sich schon allein deshalb der Aufmerksamkeit vieler potenzieller Käufer sicher sein kann.

Matt oder Hochglanz

Doch es hat auch so viel zu bieten: Das Gehäuse ist ein schlanker Unibody aus Aluminium, wahlweise hochglanzpoliert oder in edlem Matt gehalten. Das Display misst 5,3 Zoll und hat eine scharfe Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln, mit 700 Nits soll es zudem sehr hell leuchten können.

Das Nokia 8 kann auch in Hochglanz schimmern.
Das Nokia 8 kann auch in Hochglanz schimmern.(Foto: HMD Global)

Im Innern taktet Qualcomms Top-Prozessor, der Snapdragon 835, 4 Gigabyte Arbeitsspeicher stehen zur Verfügung. Der interne Speicher von 64 Gigabyte lässt sich per microSD-Karte erweitern. Mit seinen Maßen von 151,5 x 73,7 x 7,9 Millimeter ist es durchschnittlich groß, die Kamera steht leicht hervor. Mit 160 Gramm ist es kein Leichtgewicht.

Zeiss-Kamera

Ein Highlight des Nokia 8 ist die Dual-Kamera mit Zeiss-Optik und zwei 13-Megapixel-Sensoren. Einer nimmt Bilder in Farbe auf (mit optischem Bildstabilisator), der andere speichert monochrome Informationen. Mit einer maximalen Blende f/2.0 ist die Kamera nicht ganz so lichtstark wie die Optiken aktueller Konkurrenzmodelle, die Bildpunkte auf dem Sensor sind mit 1,12 Mikrometer aber recht groß - das könnte den Nachteil der kleineren Blende bei schlechtem Licht ausgleichen. Die Frontkamera hat ebenfalls 13 Megapixel, f/2.0 und 1,12-Mikrometer-Bildpunkte.

Das Nokia 8 läuft mit purem Android, an Bord ist Version 7.1.1, Nokia verspricht zudem monatliche Sicherheitsupdates - ein Service, den sonst nur Googles Nexus- und Pixel-Geräte bekommen. Das Smartphone ist nach IP54 gegen Wasserspritzer und Staub geschützt. Es unterstützt LTE Cat. 9, WLAN ac, Bluetooth 5.0, hat einen USB-C-Anschluss mit schnellem USB 3.1 und einen 3,5-Millimeter-Kopfhörerausgang. Der Akku fasst 3090 Milliamperestunden und wird per Quick Charge 3.0 schnell wieder aufgeladen.

Mit diesen Werten befindet sich Nokia in guter Gesellschaft, alle wichtigen aktuellen Spitzen-Handys haben eine ähnliche Ausstattung. Den Unterschied macht am ehesten der angesetzte Verkaufspreis: In den Handel soll das Nokia 8 für 579 Euro gehen, laut Pressemitteilung im Laufe des September. Das ist nicht billig, liegt aber deutlich unterhalb der unverbindlichen Preisempfehlung für die Flaggschiffe von Samsung, LG, HTC, Sony oder Apple. In den Handel kommt es in vier Varianten: Hochglanz-Gehäuse gibt es in Blau oder Kupfer, die matte Ausführung kommt in Blau oder Silbergrau.

Quelle: n-tv.de

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