Justin Bieber macht auch mitPer Twitter die Welt retten

Dass sich über den Kurznachrichtendienst Twitter Nachrichten in Windeseile weltweit verbreiten lassen, hat sich herumgesprochen. Aber kann man damit auch die Welt verändern? Die Initiatoren der Aktion "TwitChange" meinen ja - und der Anfangs-Erfolg scheint Ihnen Recht zu geben.
Eva Longoria macht mit. Ricky Martin, Perez Hilton und Kim Kardashian sind dabei, Jessica Alba, Jessica Simpson und Victoria Beckham, aber auch Demi Moore, Cher, Usher oder Justin Bieber. Sie alle wollen Gutes tun - allein durch die Kraft von Twitter.
Denn Millionen Fans all dieser Stars und Sternchen folgen deren Accounts beim populären Kurznachrichtendienst, lesen jedes der dort "Tweets" genannten Lebenszeichen. Allein der 16-Jährige Kanadische Sänger Justin Bieber hat weit über 5 Millionen Follower. Und die meisten von ihnen würden viel dafür geben, wenn ihr Idol auch sie zur Kenntnis nähme ("Refollow"), Nachrichten an seine Fans weiter leitete ("Retweet") oder gar mit ihnen direkt per Kurznachricht kommunizierte ("DM").
Und genau daraus versucht die Aktion "TwitChange" Kapital zu schlagen - im wörtlichen Sinne und für einen guten Zweck. Noch bis zum 25. September können die "Tweeple" genannten Twitter-User bei eBay Twitter-Aktivitäten ihrer Idole ersteigern - von der einfachen Erwähnung bis hin zum Komplettpaket mit Refollow (mindestens 90 Tage lang!), Retweet und persönlicher Erwähnung.
1000 Dollar für einen Tweet
Der Reinerlös soll fürs erste dem Hilfsprojekt "aHomeInHaiti.org" zu gute kommen - und das könnte eine ganze Menge Geld werden. Innerhalb weniger Stunden erzielen viele der Auktionen bereits Gebote in vierstelliger Höhe - wobei das so genannte "pre-qualify"-System des Auktionshauses sicher stellen soll, dass Gebote über 2000 US-Dollar auch tatsächlich ernst gemeint sind. Das "Justin Bieber Twitter MEGA Paket" notiert schon nach kurzer Zeit deutlich über dieser Marke - bei einem Startpreis von 99 US-Cent.
Man darf gespannt sein, welche Summe die Wohltätigkeits-Aktion erbringen wird, welcher Star auf Twitter den höchsten Marktwert hat (Justin Bieber soll nach Medienberichten alleine für drei Prozent des gesamten Twitter-Datenverkehrs verantwortlich sein!) und wer die Tweets letztlich ersteigert. Denn nicht nur für die Fans der Stars könnte es interessant sein, von diesen erwähnt und bekannt gemacht zu werden. Auch die Werbeindustrie dürfte sich danach die Finger schlecken. Und selbst den Nutzerzahlen der Twitter-Konten @ntvde, @ntv_EIL oder @teleboerse_de würde es gut tun, wenn Justin, Jessica oder Lenny mit ihnen "befreundet" wären. Allerdings steht nach Darstellung von TwitChange nicht im Vordergrund, sich Tweets schnöde zu erkaufen: "Es geht darum, für eine wirklich gute Sache zu spenden und Tweets dafür als Geschenk zu erhalten".