Technik
Donnerstag, 17. November 2011

Sex auf der Facebook-Pinnwand: Porno-Spammer jetzt entfreundet?

"Möchtest du auch wissen, wer dein Facebook-Profil besucht hat?" So mancher klickt arglos auf solche Links - und schon wird sein Account zur Viren- oder Spam-Schleuder. Die Urheber solcher "Malware" bleiben oft lange unerkannt. Jetzt wurden offenbar wieder welche erwischt.

Das Online-Netzwerk Facebook hat eigenen Angaben zufolge die Urheber der aktuellen Porno-Spam-Welle identifiziert und arbeitet daran, das Problem zu lösen. Wer hinter der Flut von Sex und Gewalt auf Pinnwänden der Nutzer steckt und welche Ziele damit verfolgt worden sein könnten, wurde nicht mitgeteilt.

In den vergangenen Tagen und Wochen waren über die Plattform zahlreichen Berichten zufolge immer wieder Bilder und Videos verteilt worden, die unter anderem harte Pornografie und bestialische Morde zeigten.

Verdacht gegen Anonymous nicht bestätigt

Viele Benutzer des Netzwerks reagierten geschockt und empört, so mancher wollte seinen Account umgehend stilllegen. Es wurde spekuliert, dass Aktivisten des Anonymous-Netzwerks hinter der Sache stecken könnten. Eine Bestätigung gab es aber nicht.

Facebook machte keine Angaben, wer hinter der aktuellen Spam-Flut steckt. Aktivisten des Anonymous-Kollektivs waren es aber wohl nicht.
Facebook machte keine Angaben, wer hinter der aktuellen Spam-Flut steckt. Aktivisten des Anonymous-Kollektivs waren es aber wohl nicht.

Ein Facebook-Sprecher sagte nun dem US-Fachmagazin ZDNet, eine eigens eingerichtete Expertengruppe sei dabei, gemeinsam mit der internen Rechtsabteilung zu eruieren, wie man gegen die Übeltäter vorgehen werde. Unter Berufung auf das laufende Verfahren lehnte er es ab, Einzelheiten zu nennen. Auch die deutsche Facebook-Sprecherin wollte auf Anfrage von n-tv.de die Sache nicht weiter kommentieren.

"Spam-König" längst gefasst

ZDNet zufolge hatte sich erst vor drei Monaten der "Spam-König" Sanford Wallace der Polizei gestellt, den Facebook angezeigt und nach dem das FBI zwei Jahre lang gefahndet hatte. Den Angaben zufolge war es ihm gelungen, über 500.000 Nutzerkonten zu kompromittieren und mit Hilfe eines Schadprogramms 27 Millionen Spam-Nachrichten in das Netzwerk einzuschleusen.

Möglich werden solche Spam-Wellen unter anderem durch arg- und achtlose Facebook-Nutzer, die Fremden Zugriff auf Ihre Profile erlauben, indem sie wahllos unbekannte Links anklicken - besonders, wenn diese vermeintlich von guten Freunden gepostet wurden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät Facebook-Nutzern, die zweifelhafte Anfragen von Bekannten erhalten, diese außerhalb des Netzwerks darauf anzusprechen.

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Quelle: n-tv.de

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