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Die Swiss Alp Watch ist die mechanische Antwort auf die Apple Watch.
Die Swiss Alp Watch ist die mechanische Antwort auf die Apple Watch.(Foto: H. Moser & Cie.)

Mechanisch und 25.000 Franken teuer: Schweizer kopieren die Apple Watch

Wer hat's erfunden? Die "Swiss Alp Watch" sieht auf den ersten Blick exakt so wie die Apple Watch aus. Die Schweizer Uhr ist aber noch viel teurer und der Hersteller garantiert eine lange Lebensdauer ganz ohne Updates.

Ist es eine dreiste Kopie der Apple Watch, eine Hommage an das gelungene Design von Jony Ive oder ein genialer Werbegag? Die "Swiss Alp Watch" sieht Apples Smartwatch zum Verwechseln ähnlich und Hersteller H. Moser & Cie. macht daraus auch gar keinen Hehl. Der bis zu 25.000 Franken teure Chronograph sei seine Antwort auf die gewaltige Herausforderung, die die neuen Hightech-Konkurrenten der Elektronikbranche für die etablierten Schweizer Uhrenhersteller darstellten, schreibt er in der Pressemitteilung.

So sieht Uhrmacherhandwerk in höchster Qualität aus.
So sieht Uhrmacherhandwerk in höchster Qualität aus.(Foto: H. Moser & Cie.)

Statt gar nichts zu unternehmen oder zu versuchen, Tradition und Technologie zu vereinen, habe sich H. Moser & Cie. für die Verteidigung der Werte entschieden, für die die Schweizer Uhrmacher seit Jahrhunderten stünden und berühmt seien, so der Hersteller. Die Swiss Alp Watch sei ein Symbol dieses Kampfgeistes, sagt Firmenchef Edouard Meylan. Sie solle beweisen, dass mechanische Uhren eine Zukunft haben. "Sie verkörpert alles, an das wir glauben."

Warum sieht die Swiss Alp Watch dann so aus, wie eine Apple Watch? Statt ein Modell mit elektronischen Herzen zu kreieren, das versucht wie eine mechanische Uhr auszusehen, habe sich H. Moser & Cie. für eine andere Variante entschieden: Sie wollten eine Uhr herzustellen, die vom modernen Design der Smartwatches inspiriert ist, aber voll und ganz mechanisch arbeitet, so die Pressemitteilung. Ein Massenprodukt ist die Swiss Alp Watch wahrlich nicht. Sie ist auf 25 Exemplare limitiert, hat ein Gehäuse aus 18-karätigem Gold und zeigt durch eine durchsichtige Saphirglas-Abdeckung der Innenseite ihre erlesene Mechanik.

Erbstück statt Gadget

"Mit der Swiss Alp Watch können Sie keine Anrufe machen oder Nachrichten mit dem neuesten Klatsch senden. Sie gibt Ihnen nicht die Möglichkeit, schöne Zeichnungen zu verschicken, die sie auf einem 2-Zoll-Display gemacht haben oder ihren Herzschlag zu teilen", ätzt Meylan gegen Apple. Träger der Swiss Alp Watch könnten sich auf das besinnen, worauf es ankommt: ohne Filter Gefühle mit Personen teilen, die einem nahe stehen. Das wichtigste sei aber, dass man sie eines Tages an seine Kinder weiterreichen könne, ohne sie upgraden zu müssen.

Dass die Swiss Alp Watch eine Kampfansage an Apple mit Augenzwinkern ist, sieht man auch am Werbe-Video für die Uhr, das ebenfalls stark an PR-Clips des großen US-Gegners angelehnt ist. H. Moser & Cie. habe aber keine Angst, von Apple verklagt zu werden, schreibt das Schweizer Computermagazin "PCtipp". Man bewege sich in einem ganz anderen Segment, sagt Meylan.

Quelle: n-tv.de

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