Donnerstag, 11. Februar 2010
Billige Geräte, günstige Tarife: Smartphones für die Massen
Jedes dritte Handy, das in diesem Jahr verkauft wird, soll ein Smartphone sein. Der Boom wird durch einen Preisverfall auf mehreren Ebenen gefördert: Nicht nur die Multimedia-Handys werden immer günstiger, auch die Datentarife sind inzwischen massenkompatibel.
iPhones, Blackberrys und Androiden sind längst keine Eliten-Handys mehr.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Multimediageräte und neue Funknetze für riesige Datenmengen sollen das mobile Internet enorm wachsen lassen. Smartphones und Netbooks werden dabei eine zentrale Rolle spielen, prognostiziert der Branchenverband Bitkom. "Schon jetzt explodiert der Datenverkehr", so Bitkom-Vorstand Herbert Merz. Die drahtlos übertragene Datenmenge habe sich im vergangenen Jahr auf 40 Millionen Gigabyte vervierfacht.
In diesem Jahr werden nach Bitkom-Schätzungen 8,2 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft, 47 Prozent mehr als 2009. Damit wäre etwa jedes dritte verkaufte Mobiltelefon ein Multimedia-Handy. Auf den Umsatz wird sich das nicht proportional auswirken, weil die Geräte aller Voraussicht nach auch deutlich billiger werden.
Monatsflatrate für zehn Euro
Neben der Hardware wird auch die Nutzung für breitere Bevölkerungsschichten bezahlbar. Tagesflatrates für den mobilen Internetzugang gibt es inzwischen für unter drei Euro und Monatsflatrates für weniger als 10 Euro. Der Preisverfall bei den Tarifen dürften den Umsatz der Netzanbieter aber nicht schmälern – im Gegenteil: Laut Bitkom-Prognose wird der Umsatz mit Datendiensten um acht Prozent zulegen. Die Umsätze mit Sprachdiensten gehen dagegen schon wieder zurück. Das liegt nicht unbedingt daran, dass weniger geredet wird, sondern am Wettbewerb und der Preisregulierung durch staatliche Stellen.
Einen weiteren Schub soll gegen Jahresende die sogenannte vierte Generation (4G) der Mobilfunknetze bringen, die sogenannte LTE-Technik. "Long Term Evolution" ermöglicht mobile Internet- Geschwindigkeiten von 100 Megabit pro Sekunde, sechsmal schneller als ein DSL-Anschluss im Festnetz. Mitte April will die Bundesnetzagentur die Frequenzen für die neuen Netze versteigern.
ino/AFP/dpa
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